Freitag, 27. Dezember 2013

Atelier 5BLANKS - Schondorf

Retrospektive der Ausstellung
Bildsprache

Jürgen Oliver Blank
Andreas J. Stipp

temple hill - Jürgen Oliver Blank (2013)

Mit dem Titel Bildsprache ließen die Fotografen Jürgen Oliver Blank und Andreas J. Stipp ihre Bilder für sich sprechen, wobei ihre Bildwelten von ihren inhaltlichen Absichten nicht unterschiedlicher sein könnten. Wie es der Laudator Thorsten Fuhrmann so schön auf den Punkt brachte ist Jürgen Oliver Blank in der Bildsymbolik und Bildschrift ein Bild-Erfinder, Andreas J. Stipp hingegen ein Bild-Finder.
Bei der Bildbetrachtung von temple hill  erkennt man wie der Fotograf Jürgen Oliver Blank in schwarz-weiß malt. 
Er dramatisiert, überhöht und steigert die Bildwirkung emotional. Als Betrachter steht man regelrecht geblendet vor einem schwer bezwingbaren Tafelberg der Erleuchtung, den es sinnbildlich im Leben zu erklimmen gilt. Hervorragend ist die mächtige Diagonalwirkung der Bergsilouhette in Szene gesetzt, die die hell-feine Textur mit dem dunkel-glatten Firmament ausbalanciert. Irgendwie spürt man einen unbekannten Thrill in eine unwirkliche Szenerie einer befremdlichen Ufolandung hineinversetzt zu sein.


Wie zuletzt beim Kleinen Format in Diessen stellte der Künstler eine Reihe interessanter Naturfotografien vor, die er nächträglich digital koloriert hatte. Als Gegensatz dazu kamen kleine schwarz-weiß Aufnahmen hinzu, die scheinbar einen religiösen Hintergrund zu haben schienen und somit wie kleine Votivtäfelchen wirkten. "Somit entsteht ein Bildraum, indem die Grenzen von Sein und Schein, von Wirklichkeit und Künstlichkeit aufgehoben sind", hieß es in der Laudatio.


Es waren dynamische wie stille Nahaufnahmen mit Licht und Schatten zu sehen, wobei deren Bildtitel wie "wandering souls" und "ghosts of time" zusätzlich Emotionen weckten. Seine persönliche Sichtweise des Pfaffenwinkels setzte der Künstler mit sechs quadratischen Bildausschnitten höchst kreativ zu einem Kreuz zusammen.



Andreas J. Stipp

Authentizität ist das Schlüsselwort in der Bildsprache von Andreas J. Stipp, denn er ist zugleich Unternehmer, Politiker und engagiert sich aktiv als Rotarier für die Menschen in Swasiland. Sein Hauptanliegen ist es daher in erster Linie das Leben, die Traditionen und die Lebensfreude der Menschen so realitätsgetreu wie möglich abzubilden. 
   In seinen farbenfrohen "Fotografien ohne Kameratricks" fängt er dort das Lächeln der Menschen ein wo man Schwermut erwarten würde. Es sind kraftvolle Menschenporträts, die trotz der Umstände ihr Leben weiterhin so unbeschwert wie möglich leben möchten. "Seine Porträts als Masken, hinter der ein sozialer Sinn durchscheint, das nachdenklich macht und Fragen zu der dargestellten Person und ihrem Kontext aufwirft", wie es nach Roland Barthes in der Laudatio hieß, waren und sind der kommunikative Aufhänger für tiefergehende Diskussionen.

Andreas J. Stipp

Im zweiten Teil seiner Ausstellung zeigte sich Andreas J. Stipp mit zwei hochformatigen Bildern einmal als Fotokünstler und mit einer Fotoserie von Fassaden- und Landschaftsaufnahmen als wahrer Kunsthistoriker.


Als studierter Kunsthistoriker experimentiert Andreas J. Stipp mit sehr ungewöhnlichen Bildausschnitten, gibt dem Betrachter aber in seinen Fotografien zumindest eine parallele Linie zum Bildrand vor, wie rum seine Fotografien zu sehen und zu lesen sind.
   Eine Ausnahme bildet seine Fotografie von der Fassade des Osoloer Rathauses, die man beliebig aufhängen kann, denn jede Perspektive ergibt eine neuartige Lesart des Bildes. Neben den aufregenden Perspektiven bot Andreas J. Stipp auch eine eigene Interpretation des Mont-Saint-Michel dar, den er spannenderweise nur als Schlagschatten abgebildet hatte und zeigte ein weiteres außergewöhnliches Bild, das aus dem dunklen Innenraum der Kirche aufgenommen wurde.


Die äußert gelungene Vernissage wurde mit dem Duo Micha Reiserer und Titus Wagenfels sehr schön musikalisch abgerundet. Beide Musiker, die regelmäßig in München auftreten, sollte man unbedingt gehört haben !


Lesenswert : Bildsprache - Fotos, die Geschichten erzählen,
Artikel der Augsburger Allgemeine von Nue Aumann.


Kontakt :

ATELIER 5B 
Cristina & Jürgen Oliver Blank GbR 
St.-Jakob´s-Bergerl 2
86938 Schondorf

Mittwoch, 25. Dezember 2013

kunst im ersten - Thorsten Fuhrmann

kunst im ersten
5.12.03 - 4.1.2014 




do/fr 15 - 18 Uhr
sa 11 - 14 Uhr 

Pöltnerstr. 19, 1. Stock, 82362 Weilheim


Mit einer Installation aus selbstgestalteten Kunstkarten präsentiert sich der Kunsthistoriker und Künstler Thorsten Fuhrmann, der aus Kassel stammt und bereits als Student bei Performances von Jürgen O. Olbrich und Allan Kaprow teilnahm, auf der documenta 7 mithalf und mitlernte. Seine Karten wirken wie Filmstreifen, die in parallelen Strängen die Wand hinaufklettern und scheinen in ihrer gewählten Abfolge Geschichten zu erzählen. Eine Art "Continuarration" ganz im Sinne von James Joyces (Traum-)Roman Finnegan´s Wake.

Bei der Ankündigung seiner Performance Stampede zur Eröffnung der Vernissage dachte man spontan an Musik oder brachte das Wort stampede nur mit Calgary in Verbindung. Was hingegen Thorsten Fuhrmann darbot überraschte die Gäste völlig, denn mit seiner Performanceaktion drückte der Künstler quasi als Vitruvianischer Mensch, synchron mit beiden Händen, der Vernissage seinen ganz persönlichen Stempel auf.



Mit seiner Stempelkunst erschuf nämlich Thorsten Fuhrmann im Entrée einen Aktionsraum, den er anschließend an die Vernissagegäste abtrat, indem er alle Anwesenden einlud seine Kunstaktion mit Farbkreiden weiterzuführen. Nun verstand man den Titel besser, denn was folgte war ein regelrechter Sturm auf die Wandmalerei, wobei die Begeisterung dazu sowohl den Teilnehmern wie auch den Zusehern ins Gesicht geschrieben stand. Alle künftigen Besucher der Ausstellung sind herzlich eingeladen kreativ zu werden und somit ein gemeinsames Kunstwerk zu erschaffen.

 
Das Hauptanliegen des Künstlers Thorsten Fuhrmann, der bei Uwe M. Schneede, dem langjährigen Leiter der Kunsthalle Hamburg studiert hat, besteht nämlich darin die Kunst dem breiten Publikum näherzubringen. "Jeder Mensch ist ein Künstler, jeder hat etwas zu erzählen !"

Er ist Mitbegründer des Kulturvereins "Stellwerk Huglfing" und wenn er nicht als deren Vorsitzender Künstler zu Ausstellungen in den Huglfinger Bahnhof, genauer gesagt in das Stellwerk und ins Bahnhofscafé, einlädt, so arbeitet er an neuen, internationalen MailArt-Projekten und lädt somit die Welt nach Huglfing ein.

Mit seiner Kunstagentur art activities fördert Thorsten Fuhrmann namhafte, regionale Künstler, organisiert Ausstellungen, vermittelt auf eine inspirierende Art und Weise Kunst und ist bei Ausstellungseröffnungen ein gefragter Laudator. 

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten !


Mit einer Weihnachtskarte von unseren Freunden
vom Raistinger Künstlerstammtisch

wünschen wir Frohe Weihnachten !

Galerie auf Zeit

Sonntag, 22. Dezember 2013

Die Penzberger Künstlerin - Eva Lemmer


Die Architektin und Künstlerin

Wenn ich ein Bild beginne, begebe ich mich auf eine
spannende Entdeckungsreise durch innere Landschaften, 
Gefühle und Impressionen"

Bewegung - Eva Lemmer (2013)

Die Penzberger Architektin Eva Lemmer ließ sich durch Studienreisen in der Türkei von der Ebru Kunst inspirieren. Sie übernahm aber nur die Technik des feinen Vertreichens der Farbe, womit sie faszinierende, kleinformatige Öl- und Acrylbilder herstellt. Mit dieser Arbeitstechnik schließt sie unbewusst die künstlerische Lücke zwischen der Ebru Kunst und dem kanadischen Carsonism

Ihr kraftvolles Ölbild mit dem Titel Bewegung überzeugt mit einer puristisch-leuchtenden Klarheit und Dynamik. Man fühlt sich in die Perspektive eines Surfers versetzt, der gerade eine riesige Pipewelle hindurchreitet und daher die Landschaft schillernd-gebrochen wahrnimmt. 

Flügel - Eva Lemmer (2013)

Ihr Bezug zum Carsonism wird in ihrem Werk Flügel noch deutlicher, da die Künstlerin hierbei die Acrylfarbe auf eine Acrylfolie aufgetragen hat, um einen Effekt wie bei der Hinterglasmalerei zu erzielen.

Malen ist für mich ein existenzielles Bedürfnis, aus dem ich Vitalität, Begeisterung, Balance, Poesie und Erkenntnisse schöpfen kann“ erklärt die Künstlerin Eva Lemmer, „Meine Werke entstehen meditativ, die malende Hand weiß oft mehr als der Verstand uns zunächst offenbart“.

Die Grundelemente des Lebens, Wasser - Feuer - Luft - Erde, ziehen sich als Themen durch das gesamte Schaffenswerk der Malerin. So präsentiert sich ihr Kunstwerk Leidenschaft wie ein heißer, flüssiger Lavafluss.

Leidenschaft - Eva Lemmer (2013)
Die Künstlerin beherrscht das Licht und läßt die Lebensfreude auch in ihren kleinformatigen Landschaftsbildern erstrahlen. Im Altmühltal hielt die Künstlerin Eva Lemmer den Arnstein so lichtdurchflutet mit Ölfarben auf Leinenkarton fest, dass man meinen könnte es wäre Hinterglasmalerei.

Arnstein - Eva Lemmer (1999)
Die Künstlerin Eva Lemmer hat sich auch dem Urban Sketching verschrieben und veröffentlicht Ihre spontanen Skizzen sowie ihre Kunstwerke auf ihrer sehenswerten Seite auf Pinterest unter : 
https://www.pinterest.com/evalemmer/atelier-online-eva-lemmer

Alle Bilder und Bildrechte : Eva Lemmer
Kontakt über : http://www.eva-lemmer.de 

Mittwoch, 18. Dezember 2013

MailArt - Atelier 5B Schondorf

International Mailart Call
Angels & Demons

 Deadline : 12. December 2014

angel of mercy, Jürgen Oliver Blank (2013)


is inviting artists from all over the world
to participate in a Mail Art Exhibition
which will be held in the summer of 2015
in the Gallery 5BLANKS
under the theme 
Angels & Demons

We thank all the international artist who just sent their works !
You may preview them on the 5B Website
 
All formats send by snail mail are accepted.
All incoming works will immediately be exhibited at www.5blanks.com.
 All works relating to the theme will be exhibited and none will be returned

Please post your entries to

5B Mailart
Angels & Demons
Im Grund 21
D-82237 Wörthsee
GERMANY 


Dienstag, 17. Dezember 2013

Digiart

Klimawandel - Reinhard Giebelhausen

Mit dem Titel "Klimawandel" schuf der Weilheimer Digiart- und Wortkünstler Reinhard Giebelhausen eine seiner neuesten, digitalen Fotomontagen, die ermahnend auf die unvorhersehbaren Wechselwirkungen des unaufhaltsamen Klimawandels hinweist. Beim Anblick des Bildes erstarrt man als Betrachter. Die Zeit ist perfekt fotografisch eingefroren. Anstatt einem Hintergrund wirkt die Naturlandschaft schlierenhaft, wie mit einem Plastikvorhand verhangen. Der einzige Baum schillert als ob er bereits gefriergetrocknet wäre. Man sieht verbrannte Erde, kleine Tümpel und geknickte Halme. Gleichzeitig herrscht aber eine Art Eiszeit. Die dynamisch aber zugleich starre Digitalfotografie, die den heiß-kalten Kontrast des Wandels darstellen soll, ist interessanterweise als Diapositiv angelegt und zeigt somit das Negativ, das seinerseits selbst am oberen, rechten Rand angsengt ist.

Montag, 16. Dezember 2013

kunst im ersten - Leonhard Schlögel


kunst im ersten
5.12.03 - 4.1.2014 

Leonhard Schlögel und Wolfgang Sporer



do/fr 15 - 18 Uhr
sa 11 - 14 Uhr 

Pöltnerstr. 19, 1. Stock, 82362 Weilheim


Der Steinbildhauer Leonhard Schlögel stellt nach genau einem Jahr wieder seine schönen, fragil wirkenden Marmorskulpturen in Weilheim aus. Neben seinen zwei neuen Skulpturen, die den Titel Tassilos Traum tragen zeigt der Künstler auch kleinformatige Bilder.


Seit geraumer Zeit widmet sich der Steinbildhauer aus Wessobrunn aber auch der Videokunst. Sehenswert sind seine Videoclips auf seinem eigenen YouTube Kanal. Die Hintergrundmusik komponieren ihm stets seine regionalen Musikerfreunde. Mit dem letzten Clip "A - Lake" ist Leonhard Schlögel wieder eine äußerst gelungene, kreative Arbeit gelungen.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Atelierbesuch - HeideKarin Konwalinka


Die Architektin und Malerin

 "Die Magie der Schönheit und Harmonie beflügelt mein kreatives Tun."

Widerstand - HeideKarin Konwalinka
 
Die Architektin, Städteplanerin und Malerin HeideKarin Konwalinka (TU Wien / Columbia University) stammt aus dem Mühlviertel und fand ihre neue künstlerische Heimat nach Stationen in Wien, New York, Frankfurt, Hamburg und auf Maui nun in Huglfing. 


Malen ist für die Künstlerin Sinnlichkeit und Auseinandersetzung zugleich und sie beantwortet sehr gewandt wann ein Bild fertig ist. "Malen ist für mich lebendig, sinnlich, spielerisch und hochkonzentriert, braucht Mut und Schnelligkeit, sowie Geduld. Farben sind die Sprache der Gefühlswelt. Ich will die Essenz einer Farbe erfühlen, ihre volle Strahlkraft, Bewegung und Form finden. Wenn sich die Balance zwischen Inspiration und Handwerk, zwischen Impuls und Nachfühlen findet, wenn Intensität und Ausdruck der Farbe im Herzen spürbar werden, dann ist ein Bild fertig."



Inspiriert wurde sie zu ihren Kunstwerken durch längere Studienreisen in Mittel- und Südamerika und Fernost, aber insbesondere durch Aufenthalte auf der Insel Maui / Hawaii. In ihren Aquarellen zeigt die Künstlerin HeideKarin Konwalinka die wunderbare Farbenpracht der Flora und Fauna ihrer Wahlheimat.


Als Malerin hat sie sich bei Bernadette Bour, Corneille und Jörg Immendorff an der Sommerakademie Salzburg fortgebildet. Anfang der 90er Jahre auch bei Hermann Nitsch, so präsentiert sie sich mit kleinformatigen, energetischen Farbtafeln, die geplant-gekonnte Schüttungen beinhalten frei nach ihrem Motto "Malen eröffnet die Sprache der Farbe. Farben eröffnen die Sprache der Emotionen."

Alle Bilder und Bildrechte : HeideKarin Konwalinka
Kontakt über : www.konwalinka-kunst.at 

Dienstag, 10. Dezember 2013

kunst im ersten - Weilheim

kunst im ersten
5.12.03 - 4.1.2014 

Tassilos Traum - Leonhard Schlögel



do/fr 15 - 18 Uhr
sa 11 - 14 Uhr 
Pöltnerstr. 19, 1. Stock, 82362 Weilheim 

Reinhard Giebelhausen
Mit kunst im ersten ist das Konzept von Klaus Illmann mit der Galerie auf Zeit endlich wieder nach Weilheim zurückgekehrt und zwar ausgerechnet in die kleine Wohnung, die sein Bruder Naren früher bewohnt hat. Eröffnet wurde die Vernissage mit den einleitenden Worten vom Vorsitzenden des Kulturforum Weilheim Herrn Reinhard Giebelhausen, der es verstanden hat im Handumdrehen sechs Künstler zu einer spontanen Ausstellung zusammenzubringen. Daneben lud er auch seinen Vater, Herrn Joachim Giebelhausen, mit seinen meisterhaften Collagen nach Weilheim ein.

Thorsten Fuhrmann                           
Der Auftakt der Vernissage war diesmal sehr künstlerisch, denn der Künstler Thorsten Fuhrmann, von der art activities Kunstagentur aus Huglfing, bot eine Performance mit dem Titel "stampede" dar. Eine Stempel-Aktionskunst im Eingangsbereich zudem er im Anschluß alle Besucher aufforderte, mit Kreidefarben das Entrée der Wohnung künstlerisch mitzugestalten. Jeder zukünftige Besucher kann sich an dieser gemeinsamen Kunstaktion künstlerisch betätigen und wird somit Teil der fortlaufenden Ausstellung. Mehr wird über die Ausstellung heute nicht verraten, denn man muß es gesehen haben. :-)

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kulturpreis 2013

Büste eines vernetzten Denkers - Brigitte Kirchner

Das Kunstforum Weilheim e.V. hat das kulturelle Leben nicht nur in der Kreisstadt Weilheim durch zahlreiche Ausstellungen in diesem Jahr bereichert, sondern ihre Projekte auch bewußt in den Landkreis getragen, um regionale Künstler zusammenzubringen und so gemeinsam die Bildenden Künste zu fördern. So standen neben den traditionellen Frühjahrs- und Herbstausstellungen in der Galerie des Stadtmuseums Weilheim auch die Kunstnacht Weilheim und das erweiterte Programm der offenen Ateliers als Kunst- Stationen im Mittelpunkt des kulturellen Geschehens.

Bemerkenswert ist dieser Erfolg auch dadurch, dass sich die Weilheimer Geschäftswelt diesen Kunstaktionen nicht nur angeschlossen hat, sondern dass manche Geschäfte Nischen eingerichtet haben um ihren Kunden neben dem Einkaufserlebnis auch kleine Kunstausstellungen zu bieten. Einige Geschäfte haben nun eigene kleine Galerien und bieten monatlich wechselnde Ausstellungen. 

Gipsskulpturen der Bildhauerin Brigitte Kirchner

Für dieses Engagement um die Bildenden Künste erhält das Kunstforum Weilheim e.V. den diesjährigen Kulturpreis des Landkreises Weilheim-Schongau. Verliehen wird der mit 3000 Euro dotierte Kulturpreis durch Herrn Landrat Dr. Friedrich Zeller am 13. Dezember symbolisch an den Vorsitzenden des Kulturforums Weilheim Herrn Reinhard Giebelhausen.

Informativer Kunstblog des Kunstforums Weilheim : Weilkunst.blogspot.de

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Kunstverein Murnau e.V. Die Tür


"In letzter Minute"
 7. - 21. Dezember 2013

Ausstellung des Murnauer Kunstvereins

Vernissage :
6. Dezember 2013 um 19:00 Uhr

Galerie am Gabriele-Münter-Platz
Burggraben 4, 82418 Murnau

Mi. - Fr. 15 - 18 Uhr
Sa. 11 - 15 Uhr

Dienstag, 3. Dezember 2013

Atelierbesuch - Gabriele Bejenke


Die Künstlerin und Kunsterzieherin



Während den Kunststationen folgten wir gerne der Einladung der Malerin Gabriele Bejenke sie im Atelier Quadrat in Neuegling zu besuchen. Ihre großformatigen Landschaftsbilder mit ihrer eigenen Farbkomposition strahlen eine sanfte Ruhe aus und erinnern an vertraute Aussichten im Werdenfelser Land.


Inspiriert durch Reisen nach Grönland und Patagonien entstanden neuere Werke über Eisberge. Man könnte meinen, dass es sich um originalgetreue, geographisch-technische Zeichnungen handelt, die nach einer künstlerischen Vermessung von Eisbergen entstanden. In einem Bild stellt die Malerin Gabriele Bejenke auf drei Ebenen drei verschiedene Perspektiven dar, wie man einen Eisberg betrachten kann und erzählt somit eine überlagerte Geschichte über Form, Aufbau und deren geographische Lage. Eine Art künstlerische Magnetostratigraphie, die die Polaritäts-Zeit-Skala eines Eisbergs festhält.


In der Weilheimer Kunstnacht hingegen stellte die Malerin, die Vorstandsmitglied im Kunstforum Weilheim ist, kleine Landschaftsbilder aus, die aber auch im kleinen Format farblich überzeugten. Ihre Kunstwerke in dezenten, zurückhaltenden Farben versetzen die Wand und gleichsam den Raum in eine freundliche Atmosphäre. 



Die Künstlerin, die an der LMU Kunst und Pädagogik studiert hat, widmet sich aber auch der Digitalfotografie. Ihre neuartigen Detailaufnahmen der Natur werteten den Verkaufsraum einer Boutique auf und wirkten zugleich wie professionelle Werbeaufnahmen.


Bilder, Bildrechte & Kontakt : Gabriele Bejenke

Samstag, 30. November 2013

Kunstverein Murnau e.V. Die Tür


ZIRKUS



Bilder & Objekte



Ausstellungsdauer: Sa 9.11. - Sa. 30.11.2013
Öffnungszeiten: Mi. bis Fr. 15:00 - 18:00 Uhr
Sa. 11:00 bis 15:00 Uhr

Kunstverein Murnau e.V. Die Tür
Galerie im Münterplatz
Burggraben 4
823418 Murnau

Freitag, 29. November 2013

Atelier im Klosterhof - Bernried


Gemälde, Grafiken, Bronzeplastiken, Objekte und nette Kleinigkeiten
bei Kerzenlicht, Glühwein und Gebäck
zeigen

Birgit Gössinger

Freitag ab 18 Uhr
Sa und So von 10 bis 18 Uhr

Der Eintritt ist frei

Donnerstag, 28. November 2013

Kurparkschlößchen Herrsching


Malerei - Fotografie - Siebdruck - Illustration
Vernissage: Donnerstag, 28.11., 20 Uhr

Ausstellung: Freitag, 29.11., 15-18 Uhr
Samstag, 30.11., 11-18 Uhr
Sonntag, 01.12., 11-18 Uhr

Kurparkschlösschen Herrsching
82211 Herrsching

Mittwoch, 27. November 2013

Urban Sketching II

Ein Bild würde mehr sagen als tausend Worte. Aber welches Bild ? Das skizzierte, gezeichnete, gemalte oder fotografierte Bild ? Dieser Frage gehe ich nach, indem ich zu ein und demselben Motiv mehrere Varianten vorstelle. 

Pierre Loti, Eva Lemmer (2013)

Die aus Augsburg stammende Architektin und Künstlerin Eva Lemmer hat ihre Vorliebe für das Urban Sketching entdeckt und skizziert Ihre Reiseeindrücke vor Ort in Istanbul. Vom Aussichtspunkt Pierre Loti, das nach dem Französischen Schriftsteller und Orientliebhaber benannt wurde, fertigte sie eine Skizze vom Goldenen Horn an, um nicht nur für sich die Stimmung einzufangen, sondern sich so die fremde Stadt in Ruhe zu erschließen.

Blick über das Goldene Horn - Eva Lemmer
  
In ihrer farbigen Digitalfotografie wählt die Künstlerin einen ganz anderen Bildausschnitt. In einer Weitwinkelaufnahme begrenzt sie ihre Panoramaaufnahme am Bildrand mit Bäumen.

Antike Postkarte aus Constantinopel

Die antike Postkarte hingegen dokumentiert in einer schwarz-weiß Analogaufnahme den Zustand am Goldenen Horn an einem bestimmten, vergangenen Zeitpunkt. Es ist ein Schnappschuss vom selben Aussichtspunkt aus und wirkt wie ein magischer Realismus, da auf dem Bild keine Menschen zu sehen sind.

Gemälde im Pierre Loti Café - Eva Lemmer

Das Tableau im Pierre Loti Café zeigt hingegen die Terrasse des Cafés. Im Gemälde scheint also die Terasse mit den freien Plätzen förmlich im Vordergrund zu stehen. Begrenzt wird das Tableau widerum mit Bäumen. Interessant ist Eva Lemmers Fotoaufnahme deshalb, weil das Tableau zwar in Gold eingerahmt ist, aber trotzdem aus dem Rahmen zu fallen droht. Ohne Passepartout und Rahmen würde dem Tableau das gewisse Etwas fehlen. Es würde düster und überladen wirken.

Festzustellen ist, dass die Urbane Skizze der "Parola Vissuta", dem gelebt-gesprochenen Wort, die "Linea Vissuta" zur Seite stellt. Urban Sketcher gehen sogar so weit, dass sie Kommunikationsprobleme mit Zeichnungen zu lösen versuchen. 

An der Strichführung erkennt man die künstlerische wie professionelle Handschrift der Künstlerin Eva Lemmer
Es ist ihre spontan-dynamische Skizze, die förmlich (weiter)lebt. In Ihren Skizzen drückt sie auch ihr eigenes, kulturelles Heranwagen an fremde Details aus, wobei sie es beruflich eigentlich mit statischen Bauzeichnungen zu tun hat.

Urban Sketching schärft somit den Verstand fürs kleine, gemeinsame Wesentliche. Man kann innegehen und erschließt sich das Leben aus einer anderen Perspektive. Wünschenswert wäre es, dass sich Künstler wieder fürs unbeschwerte Skizzieren wesentlich mehr Zeit nehmen, um so die Hand für größere Kunstprojekte zu lockern.

Dienstag, 26. November 2013

Urban Sketching I

Unter Urban Sketching versteht man das Anfertigen von spontanen Alltagsskizzen mit dem Tintenroller, Fineliner oder Füller und deren anschließendes Colorieren mit Wasserfarben. Die urbanen Maler verabreden sich über das Internet und beginnen in der Gruppe einen sog. Sketchwalk durch eine Stadt, die sie an markante, malerische Plätze führt. So entstehen farbenfrohe Maltagebücher, die bunte Stimmungen vom Lebensalltag oder prägnante, architektonische Impressionen der jeweiligen Stadt einfangen. Anschließend werden die Skizzen aller Teilnehmer eingescannt oder fotografiert und über das Internet auf Blogs gepostet oder bei Flickr oder Pinterest online veröffentlicht.

Die beste Einführung in das Urban Sketching bieten die zwei nachfolgenden Sketchwalks, da sie einerseits zu eigenen Skizzen motivieren und andererseits die Freude am gemeinsamen, künstlerischen Schaffen fördern. Im Februar 2013 fand in Bangkok der Chao Phraya Sketchwalk statt, das auf der eigenenen facebook Seite zeitgleich begleitet wurde. Alle Arbeiten werden nun bald auch in einem Buch veröffentlicht.

Für uns Europäer ist Barcelona eine besonders reizvolle Metropole, in der man an jeder Ecke ein neues, überraschendes Malmotiv findet. Das nachfolgende Video berichtet über den Sketchcrawl in Barcelona 2013, wo man als Künstler gerne auch mal ganz in Ruhe vor Antonio Gaudís Familia Sagrada oder in seinem Parco Güell Platz nehmen würde, um entspannt und unbeschwert einfach drauflos zu zeichnen.

Empfehlenswerte Links :
Urban Sketchers Germany
Urban Sketchers Deutschland - Flickr Group
Urban Sketchers - Global Flickr Group

Montag, 25. November 2013

Fotografie - Susanne Kohler


 Fotografie, Kunst und Coaching für kreative Prozesse



 Fremdland, Orte der Verdichtung ...

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts bereiste mein Großvater den Orient. Als Stoffhändler kam er nach Ägypten, Lybien, die Türkei und Griechenland. Mit einer analogen Kamera fotografierte er wie ein Pionier, die Pyramiden, den Suez Kanal und die Überfahrt auf der „Prinz Heinrich“. Es entstanden Bilder fremder, ferner Orte in einem vergilbten Sepiaton... Die Abzüge dieser frühen Fotografien empfinde ich als ein Vermächtnis an mich.

Vor einem Jahr besuchte ich Marrakesch, es entstand eine Serie von digitalen Fotos in Farbe, ein Blick auf ein Land, voller Sinnlichkeit, Fremdheit und Gegensätze.

6 Doppelbelichtungen, 35 x 45 cm, Forexplatte, gerahmt, 2012

Die Fotografie, die sich in einem Ausschnitt von 100 Jahren darstellt, spannt einen Bogen von ihren Anfängen, bis zu den digitalen Bildverfahren von heute. Zwei Zeitebenen verschmelzen in den Doppelbelichtungen zu einer Zeit, zu einem neuen Raum, zu einem neu entstandenen Ort - Fremdland ist auch ein Ort der Verdichtung von 100 Jahren Fotografie Geschichte.

Susanne Kohler 2013
www.susannedk.com

Sehenswert : Fotogalerie der Künstlerin mit den Serien Fremdland 2012 und Lichtfresken 2011

Freitag, 22. November 2013

Musik- und Pianohaus Schwinghammer - Weilheim


Christiane Groß - Miriam Gebauer - Elke Schwinghammer
22.11. - 14.12.2013


  

Christiane Groß

"Gebrannte Bilder"
Zeichnungen auf Steinzeug und Porzellan










Miriam Gebauer

"Tautua"
Objekte aus Ton








 
Elke Schwinghammer

"Marokko - Marrakesch und Hoher Atlas"
Aquarelle








Musik- und Pianohaus Schwinghammer
Weilheim, Pöltnerstr. 10 

Mo - Fr 10 - 13 Uhr und 14 - 18 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr