Mittwoch, 22. Januar 2014

Stadtmuseum Weilheim


BSW : KORRELATION:ELF

25.1. - 2.3. 2014


Drei Mitglieder der Neuen Gruppe (Haus der Kunst) stellen im Weilheimer Stadtmuseum aus.

Ausstellungseröffnung :
Samstag, den 25.1.2014 um 11 Uhr

Begrüßung : Ragnhild Thieler - Kulturreferentin
Einführung : Petra Larass - Freie Kuratorin, Berlin

Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1
82362 Weilheim

Sehenswert : Projektflyer der Neuen Gruppe e. V.

Freitag, 10. Januar 2014

Retrospektive - Beate Oehmann

HASEN UND ROSEN,
PAPIERTEPPICHE



Als Vorgeschmack auf die heutige Vernissage der Künstlerin Beate Oehmann im Bürgerhaus Unterföhring stellt der Raistinger Künstler  Max Mirlach seine Fotografien vor, die er von ihrer letzten Ausstellung im November 2013 gemacht hat. Es handelt sich um bedruckte Papierteppiche, die im Pasinger Rathaus über mehrere Etagen herabhängen.


Große Pop-Art Teppiche und Tapeten, die mit Schablonen in Primärfarben bedruckt sind nehmen den sachlichen Raum wie Kletterpflanzen ein. Zentral ergibt sich der künstlerische Eindruck von hängenden Gärten. Florale Motive von stilisierten Rosen dominieren.


Daneben gibt es Tapetenmuster mit Häschenumrissen, in denen kleinere, rote Rosenformen erkennbar sind. Eine ungewöhnlich-kreative Kombination, die noch durch ihren kaskadischen Verlauf die Fantasie anregt. Man ist angehalten genauer hinzusehen, damit man ja Nichts übersieht und nachzudenken was die Formen in dieser Formation besagen.

In anderen Bereichen sind Tierfiguren nur schemenhaft angedeutet, die die Künstlerin als Lufballonhunde bezeichnet. Man freut sich als Besucher, wenn man im Kunstwald auf ein kleines Pferdchen stößt, das sich zeigt. 


Was zählt ist der eindrucksvolle Gesamteindruck, den der Besucher von der ungewöhnlichen Ausstellung mitnehmen kann. Es ist als ob man einen bunten Kunstgarten betritt, indem man auf große Entdeckungsreise gehen kann.

Fotografien : Max Mirlach


HASEN UND ROSEN,
PAPIERTEPPICHE
10.01. - 8.03.2014

Eröffnung am 10.01. um 19 Uhr
Beate Oehmann führt in Ihre Arbeiten ein

Öffnungszeiten: 
Mo - Fr : 8 - 20 Uhr
Sa : 10 - 14 Uhr

Bürgerhaus Unterföhring
Münchener Straße 65 
85774 München

Mittwoch, 8. Januar 2014

Kunstverein Murnau e.V. Die Tür - Retrospektive


ZIRKUS


Bilder & Objekte

Eine Bildergalerie in einen Zirkus zu verwandeln ist schon eine Kunst. Diese Idee kam der Uffinger Malerin Barbara Hauer, weil ihr Ehemann, wie sie bei der Eröffnung sagte, vor Jahren seiner großen Berufung folgte und beim Zirkus Sarrasani Clown wurde. So begann alles mit einem großartigen Porträt ihres Mannes als melancholischer Clown.


In ihren neuesten Arbeiten begann sie sodann die bunte Zirkuswelt und das Leben in der Manege darzustellen. Es sind stimmungsvolle Ölbilder, die sich aber erst bei näherem Hinsehen erschließen. Manche wirkten wie Suchbilder, in denen sich stets noch ein Pferdchen oder ein kleiner Elefant versteckt hatte, die es zu entdecken galt.


Die Zirkusatmosphäre wurde mit den liebevoll gestalteten Skulpturen der Künstlerin Ludmilla Stepánek aus Hohenpeissenberg charmant unterstrichen. Es waren kleine Clowns, die in lustigen Bezug zu den Bildern traten und Zirkusluft versprühten.



Neben der höchst kreativ gestalteten Pferdedressur und dem Einradfahrer, fand die Skulptur des rosaroten, siamesischen Elefantenpaares besonderen Gefallen beim Publikum, da sich die Anzahl der Elefanten durch die spiegelnde Unterlage nochmals zu verdoppeln schien.


Im Detailreichtum und im charakteristischen Ausdruck der Skulpturen von Ludmilla Stepánek erkennt man die große Tradition der Puppenmacher und des Marionettenspiels ihrer eigentlichen Heimat, der Tschechischen Republik. Die Künstlerin versteht es ihre kreativen Figuren stets ins rechte (Rampen-)Licht zu setzen, sodass ein hübsches Wechselspiel in ihrer darstellenden Kunst entsteht.  Die Ausstellung war ein großer Zirkus, sodass man sich auf die neuen Ausstellung des Kunstvereins Murnau in diesem Jahr freuen kann.

                        Ludmilla Stepánek mit ihren Gästen

Montag, 6. Januar 2014

kunst im ersten - Andrea Kreipe

kunst im ersten
 5.12. - 4.1.2014


Wunderschöne Bronzearbeiten und  aufwendige Monotypien zeigte die Böbinger Bildhauerin Andrea Kreipe in ihrer Ausstellung im kunst im ersten. Mit ihrer schwungvollen Skulptur "Geschichtsband", auf der man wichtige Daten und interessante Fakten zur Weilheimer Stadtgeschichte finden kann, ist die aus Hannover stammende freie Bildhauerin in Weilheim öffentlich präsent.


"In Freundschaft" heißt eines ihrer kleinen, aufgeschlagenen Bronzebüchlein und könnte sogleich der Titel der ganzen Serie sein. Es sind sehr liebevoll gestalte Bücher, deren Umschläge mit kleinen aber feinen Maserungen und Mustern aufwendig verziert sind. Der professionelle Bronzeguß, der die filigranen Gravuren sehr schön zum Ausdruck bringt, macht sie zu einem edlen Geschenk. Jedes aufgeschlagene Büchlein enthält einen eigenen, persönlichen Sinnspruch als kleines Andenken für den allerbesten Freund. 


Neben der Bildhauerei in Stein, Bronze und Holz beschäftigt sich die Künstlerin Andrea Kreipe auch mit der Druckkunst und fertigt einzigartige Monotypien an. Dabei präpariert sie Metallscheiben so, dass sie deren Rostvorgang beschleunigt und beschwert damit für zwölf bis vierundzwanzig Stunden das Papier, das sie manchmal auch anreißt. "So entstehen neue Welten", sagt die Künstlerin und hat damit völlig Recht, denn man erkennt neue Planeten mit Kraterlandschaften.


Verblüffend sind die sehr schönen, äußerst natürlichen Farbverläufe und Details, die sich durch solche Rostprozesse abzeichnen, die noch durch das künstlerisch gerissene Papier und durch Doppelungen eine besondere Note erhalten. Die Künstlerin kommt somit zu dem Schluss, dass "in Wirklichkeit die Strukturen in mikroskopischer wie makroskopischer Betrachtung die gleichen sind" und belegt ihre Hypothese durch ihre künstlerische Arbeit.


Manche Rostbilder wie "Doppelung" und "Parzellen II" sind sogar zum Anbeißen schön, da sie Strukturen aufweisen, die man nur von feinen Crêpes und bepuderten Brüsseler Waffeln her kennt.

Sonntag, 5. Januar 2014

Bürgerhaus Unterföhring

Luftballonhunde und Rosenband 600 x 275 cm, Pochoir

HASEN UND ROSEN,
PAPIERTEPPICHE
10.01. - 8.03.2014

Eröffnung am 10.01. um 19 Uhr
Beate Oehmann führt in Ihre Arbeiten ein

Öffnungszeiten: 
Mo - Fr : 8 - 20 Uhr
Sa : 10 - 14 Uhr

Bürgerhaus Unterföhring
Münchener Straße 65 
85774 München

Donnerstag, 2. Januar 2014

Kunst im ersten - Wolfgang Sporer


kunst im ersten
 5.12. - 4.1.2014

Herr und Frau Grong outdoor - Wolfgang Sporer

Mit Herrn Grong hat der Geretsrieder Künstler Wolfgang Sporer eine Kunstfigur geschaffen, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Es waren aber seine Freunde, die ihn ermunterten weitere Episoden im Leben der Kunstfigur nachzuzeichnen. So kam aber nur Frau Grong hinzu und der Künstler begann ihre WesensArt in der beschaulichen Grong-Welt zu schildern.

kunst im ersten

Es entstand eine Serie von Alltagsszenen, die die inspirierende Leichtigkeit der Zweisamkeit des Ehepaares Grong beschreibt. Zunächst entstehen die Umrisse der Figuren auf Papier, die dann in den Computer eingescannt werden. Mit Hilfe des Computers wird sodann eine digitale Collage angefertigt, denn Wolfgang Sporer fügt Farben, Bildmuster und Objekte nachträglich hinzu. Das fertige Bild wird dann auf Leinwand gedruckt.


Herr Grong ist total krank - Wolfgang Sporer

Die symphatischen Grongs geben nicht nur einen sehr privaten Einblick wie sie das Leben auch im fortgeschrittenen Alter gemeinsam meistern, sondern vermitteln schmunzelnd viel Lebensmut. Wolfgang Sporers Bilder drücken stets ein liebevoll-menschliches und höflich-rücksichtsvolles Miteinander aus, denn seine Grongs scheinen stets bestrebt zu sein sich das Leben gegenseitig so schön und so bequem wie nur möglich zu machen.


Herr und Frau Grong machen Urlaub                    ...  machen einen AusrittWolfgang Sporer

Ihre Strand- und Reiseszenen scheint man irgendwie schon mal im Fernsehen gesehen zu haben, denn sie könnten aus Kindertrickfilmen stammen. Sie erinnern aber auch an naive Malerei, um eine Zeit einzufangen, in der die Welt noch in "zweisamer Ordnung" ist.

Man wünscht sich künftig mehr Folgen der Grongs, die wie Hägar auch als Comic in der täglichen Zeitung zu sehen sind.

Alle Bilder und Bildrechte : Wolfgang Sporer
Kontakt über : http://www.grongwelt.de

Dienstag, 31. Dezember 2013

Galerie auf Zeit - Neujahrswunsch

Bild : Flügel von Eva Lemmer

Gläser klirren, Korken knallen,
Lichter rauschen, Rufe erschallen.
Ein neues Jahr zieht bei uns ein,
möge es ein besonders gutes sein.
Frohes Neujahr !

( Quelle : neujahrswuensche.net )

Montag, 30. Dezember 2013

kunst im ersten - Joachim Giebelhausen

kunst im ersten
 5.12. - 4.1.2014


Endlich sind die eindrucksvollen Collagen des Landsberger Künstlers Joachim Giebelhausen in Weilheim zu sehen. Nach einem bewegten Leben als Bühnenbildner, Werbeassistent und Trickfilmproduzent ist der gebürtige Chemnitzer auch als Autor von mehreren Fotosachbüchern und vier heiteren, satirischen Büchern wie "Neues aus Brimborium" mit seinem Wort- und Sprachwitz bekanntgeworden, den er auch in seine Collagen übertragen hat. 

Blumenstraussbindemaschine - Joachim Giebelhausen
 Sein Werk Blumenbindemaschine könnte aber auch aus dem Roman Die unsichtbaren Städte von Italo Calvino stammen, indem teilweise utopische Städte des Überflusses beschrieben werden. Wie zur Weihnachtszeit die Tannenbäume geschnürt und verramscht werden, so bindet bei Joachim Giebelhausen eine Fantasiemaschine, die selbst Gustav Eiffel nicht hätte besser konstruieren können, Blumen zu Sträußen und schleudert sie im Maschinentakt in die Welt hinaus. Es ist das Werk eines leidenschaftlichen Sammlers von einzigartigen Motiven und Bildausschnitten, die der Künstler später zu einer hyperkreativen Collage zusammenzusetzen vermag.

Tannhäuser Overtüre - Joachim Giebelhausen
Der ehemalige Bühnenbildner kommt bei vielen seiner Werke immer wieder durch. So inszeniert der Künstler Joachim Giebelhausen Szenen, die durch dichtgedrängte Objekte und Farbtupfen sehr spannnungsgeladen sind. In seiner Overtüre vom Tannhäuser wirken die Zuschauer wie Girlanden, denn die eigentliche Musik spielt auf der zentralen Bühne. Im musikalischen Schnappschuss treten einzelne Musikinstrumente durch bewußt vergrößerte Darstellung hervor, als ob man daran erkennen könnte wo sich das Orchester gerade im Stück befindet. Mit dem Bildaufbau überhoht der Künstler die Kulisse (laut)malerisch, engt und weitet die Perspektive sehr elegant vom Abstrakten ins Konkrete.

PAX - Joachim Giebelhausen

Die Collage Pax ist ein künstlerisches Meisterwerk, der Picassos Guernica mit Munchs Schrei zu verbinden vermag. Die Wirren der Zeit werden durch schwarz-weiß Überlagerungen dynamisch überhöht. Ein wirklich menschlicher Aufschrei zum Frieden. 

Die Collagen, die uns aber auch teilweise in romantische Welten von Jules Verne verführen, in denen man studenlang verweilen und die eigene Fantasie anregen kann, sind noch bis zum 4. Januar zu sehen.



do/fr 15 - 18 Uhr
sa 11 - 14 Uhr 

Pöltnerstr. 19, 1. Stock, 82362 Weilheim
 

Sonntag, 29. Dezember 2013

Stadtmuseum Weilheim


Diaphone Körper und Raumzeichnungen
14.12. - 19.1.2014


Eine faszinierende Ausstellung mit einzigartigen Raumobjekten und hervorragenden Tuschezeichnungen der Kunstprofessorin Dorothea Reese-Heim ist im Stadtmuseum Weilheim zu sehen. 

Qualitativ hochwertige Tuschezeichnung wie diese, die durch ihre feinste Strichführung überzeugen, bekommt man sehr selten zu sehen. Es ist als ob die Künstlerin Reese-Heim mit Tusche milimetergenaue, gleichmäßige Muster webt. So ergeben sich durch kontrollierte Überlagerungen überraschend räumliche Strukturen. Je näher man an die Zeichnungen herantritt, desto mehr hat man das Gefühl als wären sie aus kunstvoll gezogenen Fäden hergestellt.

  
Wenn man als Besucher den unmittelbaren Eindruck bekommt, das man so etwas noch nie zuvor gesehen hat, so handelt es sich um hohe Kunst. Die Künstlerin Reese-Heim zeigt in ihren Textil- und Metallskulpturen diaphone, also durchsichtige, Raumkörper, die Science-Fiction Gebilden ähneln, aber irgendwie organisch und somit vertraut wirken.


Es sind hochwertige, glänzende Gewebedrappierungen, die in künstlerischer Kleinstarbeit hergestellt wurden und so frei im Raum hängen können. Aus jeder Perspektive entdeckt das Auge neue Details. Mal sind es kissenartige Gebilde, mal erinnern sie an kleinste Mikroorganismen oder an Kokons.



Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1, Weilheim

Di - Sa 10-17 Uhr
So 14 - 18 Uhr
Montag geschlossen

Samstag, 28. Dezember 2013

kunst im ersten - HeideKarin Konwalinka

kunst im ersten
 5.12. - 4.1.2014

HeideKarin Konwalinka im Gespräch mit dem Journalisten Andreas Bretting



do/fr 15 - 18 Uhr
sa 11 - 14 Uhr 

Pöltnerstr. 19, 1. Stock, 82362 Weilheim


Wer Leonardo da Vincis Abendmahl noch nicht gesehen hat braucht zur Zeit nicht nach Mailand zu fahren, denn die Huglfinger Künstlerin HeideKarin Konwalinka stellt ihre eigene Detailstudie in Weilheim aus. Es war die Numerologie, auf die die alten Meister ihre Kompositionen aufbauten um ihren Kunstwerken die naturgetreue, perspektivische Tiefe gaben, für die sich die HeideKarin Konwalinka als Architektin sehr begeistert. Deshalb entschied sie sich das berühmte Wandgemälde verkleinert darzustellen, um durchs eigene Nachmalen nachzuempfinden was das Besondere am Goldenen Schnitt und an der göttlichen Proportion ist. So malte die Künstlerin selbst an ihrem Abbild drei Jahre lang und plant über ihre Erfahrung zur Finissage einen kleinen Vortrag zu halten.

Sehenswert sind auch ihre gekonnten Schüttungen, die sie bei Hermann Nitsch gelernt hat. Mal merkt man wie einem der Kragen platzt, ein andermal hat man das Gefühlt, dass die Schüttung aus dem Bild die Wand hinunterläuft.

Freitag, 27. Dezember 2013

Atelier 5BLANKS - Schondorf

Retrospektive der Ausstellung
Bildsprache

Jürgen Oliver Blank
Andreas J. Stipp

temple hill - Jürgen Oliver Blank (2013)

Mit dem Titel Bildsprache ließen die Fotografen Jürgen Oliver Blank und Andreas J. Stipp ihre Bilder für sich sprechen, wobei ihre Bildwelten von ihren inhaltlichen Absichten nicht unterschiedlicher sein könnten. Wie es der Laudator Thorsten Fuhrmann so schön auf den Punkt brachte ist Jürgen Oliver Blank in der Bildsymbolik und Bildschrift ein Bild-Erfinder, Andreas J. Stipp hingegen ein Bild-Finder.
Bei der Bildbetrachtung von temple hill  erkennt man wie der Fotograf Jürgen Oliver Blank in schwarz-weiß malt. 
Er dramatisiert, überhöht und steigert die Bildwirkung emotional. Als Betrachter steht man regelrecht geblendet vor einem schwer bezwingbaren Tafelberg der Erleuchtung, den es sinnbildlich im Leben zu erklimmen gilt. Hervorragend ist die mächtige Diagonalwirkung der Bergsilouhette in Szene gesetzt, die die hell-feine Textur mit dem dunkel-glatten Firmament ausbalanciert. Irgendwie spürt man einen unbekannten Thrill in eine unwirkliche Szenerie einer befremdlichen Ufolandung hineinversetzt zu sein.


Wie zuletzt beim Kleinen Format in Diessen stellte der Künstler eine Reihe interessanter Naturfotografien vor, die er nächträglich digital koloriert hatte. Als Gegensatz dazu kamen kleine schwarz-weiß Aufnahmen hinzu, die scheinbar einen religiösen Hintergrund zu haben schienen und somit wie kleine Votivtäfelchen wirkten. "Somit entsteht ein Bildraum, indem die Grenzen von Sein und Schein, von Wirklichkeit und Künstlichkeit aufgehoben sind", hieß es in der Laudatio.


Es waren dynamische wie stille Nahaufnahmen mit Licht und Schatten zu sehen, wobei deren Bildtitel wie "wandering souls" und "ghosts of time" zusätzlich Emotionen weckten. Seine persönliche Sichtweise des Pfaffenwinkels setzte der Künstler mit sechs quadratischen Bildausschnitten höchst kreativ zu einem Kreuz zusammen.



Andreas J. Stipp

Authentizität ist das Schlüsselwort in der Bildsprache von Andreas J. Stipp, denn er ist zugleich Unternehmer, Politiker und engagiert sich aktiv als Rotarier für die Menschen in Swasiland. Sein Hauptanliegen ist es daher in erster Linie das Leben, die Traditionen und die Lebensfreude der Menschen so realitätsgetreu wie möglich abzubilden. 
   In seinen farbenfrohen "Fotografien ohne Kameratricks" fängt er dort das Lächeln der Menschen ein wo man Schwermut erwarten würde. Es sind kraftvolle Menschenporträts, die trotz der Umstände ihr Leben weiterhin so unbeschwert wie möglich leben möchten. "Seine Porträts als Masken, hinter der ein sozialer Sinn durchscheint, das nachdenklich macht und Fragen zu der dargestellten Person und ihrem Kontext aufwirft", wie es nach Roland Barthes in der Laudatio hieß, waren und sind der kommunikative Aufhänger für tiefergehende Diskussionen.

Andreas J. Stipp

Im zweiten Teil seiner Ausstellung zeigte sich Andreas J. Stipp mit zwei hochformatigen Bildern einmal als Fotokünstler und mit einer Fotoserie von Fassaden- und Landschaftsaufnahmen als wahrer Kunsthistoriker.


Als studierter Kunsthistoriker experimentiert Andreas J. Stipp mit sehr ungewöhnlichen Bildausschnitten, gibt dem Betrachter aber in seinen Fotografien zumindest eine parallele Linie zum Bildrand vor, wie rum seine Fotografien zu sehen und zu lesen sind.
   Eine Ausnahme bildet seine Fotografie von der Fassade des Osoloer Rathauses, die man beliebig aufhängen kann, denn jede Perspektive ergibt eine neuartige Lesart des Bildes. Neben den aufregenden Perspektiven bot Andreas J. Stipp auch eine eigene Interpretation des Mont-Saint-Michel dar, den er spannenderweise nur als Schlagschatten abgebildet hatte und zeigte ein weiteres außergewöhnliches Bild, das aus dem dunklen Innenraum der Kirche aufgenommen wurde.


Die äußert gelungene Vernissage wurde mit dem Duo Micha Reiserer und Titus Wagenfels sehr schön musikalisch abgerundet. Beide Musiker, die regelmäßig in München auftreten, sollte man unbedingt gehört haben !


Lesenswert : Bildsprache - Fotos, die Geschichten erzählen,
Artikel der Augsburger Allgemeine von Nue Aumann.


Kontakt :

ATELIER 5B 
Cristina & Jürgen Oliver Blank GbR 
St.-Jakob´s-Bergerl 2
86938 Schondorf

Mittwoch, 25. Dezember 2013

kunst im ersten - Thorsten Fuhrmann

kunst im ersten
5.12.03 - 4.1.2014 




do/fr 15 - 18 Uhr
sa 11 - 14 Uhr 

Pöltnerstr. 19, 1. Stock, 82362 Weilheim


Mit einer Installation aus selbstgestalteten Kunstkarten präsentiert sich der Kunsthistoriker und Künstler Thorsten Fuhrmann, der aus Kassel stammt und bereits als Student bei Performances von Jürgen O. Olbrich und Allan Kaprow teilnahm, auf der documenta 7 mithalf und mitlernte. Seine Karten wirken wie Filmstreifen, die in parallelen Strängen die Wand hinaufklettern und scheinen in ihrer gewählten Abfolge Geschichten zu erzählen. Eine Art "Continuarration" ganz im Sinne von James Joyces (Traum-)Roman Finnegan´s Wake.

Bei der Ankündigung seiner Performance Stampede zur Eröffnung der Vernissage dachte man spontan an Musik oder brachte das Wort stampede nur mit Calgary in Verbindung. Was hingegen Thorsten Fuhrmann darbot überraschte die Gäste völlig, denn mit seiner Performanceaktion drückte der Künstler quasi als Vitruvianischer Mensch, synchron mit beiden Händen, der Vernissage seinen ganz persönlichen Stempel auf.



Mit seiner Stempelkunst erschuf nämlich Thorsten Fuhrmann im Entrée einen Aktionsraum, den er anschließend an die Vernissagegäste abtrat, indem er alle Anwesenden einlud seine Kunstaktion mit Farbkreiden weiterzuführen. Nun verstand man den Titel besser, denn was folgte war ein regelrechter Sturm auf die Wandmalerei, wobei die Begeisterung dazu sowohl den Teilnehmern wie auch den Zusehern ins Gesicht geschrieben stand. Alle künftigen Besucher der Ausstellung sind herzlich eingeladen kreativ zu werden und somit ein gemeinsames Kunstwerk zu erschaffen.

 
Das Hauptanliegen des Künstlers Thorsten Fuhrmann, der bei Uwe M. Schneede, dem langjährigen Leiter der Kunsthalle Hamburg studiert hat, besteht nämlich darin die Kunst dem breiten Publikum näherzubringen. "Jeder Mensch ist ein Künstler, jeder hat etwas zu erzählen !"

Er ist Mitbegründer des Kulturvereins "Stellwerk Huglfing" und wenn er nicht als deren Vorsitzender Künstler zu Ausstellungen in den Huglfinger Bahnhof, genauer gesagt in das Stellwerk und ins Bahnhofscafé, einlädt, so arbeitet er an neuen, internationalen MailArt-Projekten und lädt somit die Welt nach Huglfing ein.

Mit seiner Kunstagentur art activities fördert Thorsten Fuhrmann namhafte, regionale Künstler, organisiert Ausstellungen, vermittelt auf eine inspirierende Art und Weise Kunst und ist bei Ausstellungseröffnungen ein gefragter Laudator. 

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten !


Mit einer Weihnachtskarte von unseren Freunden
vom Raistinger Künstlerstammtisch

wünschen wir Frohe Weihnachten !

Galerie auf Zeit

Sonntag, 22. Dezember 2013

Die Penzberger Künstlerin - Eva Lemmer


Die Architektin und Künstlerin

Wenn ich ein Bild beginne, begebe ich mich auf eine
spannende Entdeckungsreise durch innere Landschaften, 
Gefühle und Impressionen"

Bewegung - Eva Lemmer (2013)

Die Penzberger Architektin Eva Lemmer ließ sich durch Studienreisen in der Türkei von der Ebru Kunst inspirieren. Sie übernahm aber nur die Technik des feinen Vertreichens der Farbe, womit sie faszinierende, kleinformatige Öl- und Acrylbilder herstellt. Mit dieser Arbeitstechnik schließt sie unbewusst die künstlerische Lücke zwischen der Ebru Kunst und dem kanadischen Carsonism

Ihr kraftvolles Ölbild mit dem Titel Bewegung überzeugt mit einer puristisch-leuchtenden Klarheit und Dynamik. Man fühlt sich in die Perspektive eines Surfers versetzt, der gerade eine riesige Pipewelle hindurchreitet und daher die Landschaft schillernd-gebrochen wahrnimmt. 

Flügel - Eva Lemmer (2013)

Ihr Bezug zum Carsonism wird in ihrem Werk Flügel noch deutlicher, da die Künstlerin hierbei die Acrylfarbe auf eine Acrylfolie aufgetragen hat, um einen Effekt wie bei der Hinterglasmalerei zu erzielen.

Malen ist für mich ein existenzielles Bedürfnis, aus dem ich Vitalität, Begeisterung, Balance, Poesie und Erkenntnisse schöpfen kann“ erklärt die Künstlerin Eva Lemmer, „Meine Werke entstehen meditativ, die malende Hand weiß oft mehr als der Verstand uns zunächst offenbart“.

Die Grundelemente des Lebens, Wasser - Feuer - Luft - Erde, ziehen sich als Themen durch das gesamte Schaffenswerk der Malerin. So präsentiert sich ihr Kunstwerk Leidenschaft wie ein heißer, flüssiger Lavafluss.

Leidenschaft - Eva Lemmer (2013)
Die Künstlerin beherrscht das Licht und läßt die Lebensfreude auch in ihren kleinformatigen Landschaftsbildern erstrahlen. Im Altmühltal hielt die Künstlerin Eva Lemmer den Arnstein so lichtdurchflutet mit Ölfarben auf Leinenkarton fest, dass man meinen könnte es wäre Hinterglasmalerei.

Arnstein - Eva Lemmer (1999)
Die Künstlerin Eva Lemmer hat sich auch dem Urban Sketching verschrieben und veröffentlicht Ihre spontanen Skizzen sowie ihre Kunstwerke auf ihrer sehenswerten Seite auf Pinterest unter : 
https://www.pinterest.com/evalemmer/atelier-online-eva-lemmer

Alle Bilder und Bildrechte : Eva Lemmer
Kontakt über : http://www.eva-lemmer.de