Dienstag, 29. Juli 2014

Ausstellung in Böbing I

Arbeiten von Andrea Kreipe (Bilder) und Matthias Bischoff (Steinskulpturen)
Zur Zeit scheint es ein Trend zu sein Kunst an ungewöhnlichen Orten auszustellen. Der Ausflug nach Böbing ist bereits schön und die Suche nach dem Bockstall, der etwas außerhalb des Ortes liegt, ist eine kleine Schnitzeljagd. Hat man es aber geschafft, so erwartet den Besucher eine interessante Ausstellung, die der Vorsitzende des Weilheimer Kunstforums Reinhard Giebelhausen spontan mit einigen Künstlerfreunden organisiert hat.

Fotografien der Malerin Gabriele Bejenke
Man hat stets den Eindruck, als ob jedes Kunstwerk den bäuerlichen Raum in eine Installation verwandelt. Denn so liebevoll wurde die Kunstausstellung gestaltet, dass man sich auch im überdimensionalen Bockstall gleich wohlfühlt.

Skulpturen der Künstlerin Ludmilla Stepanek
Manchmal macht es einem auch Freude Bekanntes einfach nur wiederzusehen, wie hier die Holzskulpturen der Künstlerin Ludmilla Stepanek und die Fotografien der Malerin Gabriele Bejenke. Die Vernissage, die verbunden war mit einem Sommerfest mit kubanischen Rhythmen und stimmungsvollem Salsa-Tanz, war außergewöhnlich und wird den teils internationalen Gästen noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Samstag, 26. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting XII

ohne Titel - Marka Paoli (2014)
Die Herrschinger Malerin Marka Paoli gibt ihren Kunstwerken bewußt keinen Titel, um den Betrachter nicht im Vorhinein zu beeinflussen. Zum Thema Wandel präsentiert sie einerseits ein sehr nachdenkliches Bild, das sie aus einem alten Werbeschild hergestellt hat, mit dem sie auf den klimatischen Wandel und deren Folgen auf die Alpen hinweist. Der Berg fängt buchstäblich an zu rosten. Andererseits wirkt das wolkenlose Bild aber auch sehr erhaben und heiter, sodass man darin das goldene Alpenglühen erkennen könnte.

Die 6. Gemeinschaftsausstellung des Raistinger Künstler Stammtisch geht nur noch bis morgen !

Freitag, 25. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting XI

Wandel um die Osterseen - Cemal Amac (2014)


Stellen Sie sich vor Sie dürften eine künstlerische Landkarte der Osterseen frei aus ihren eigenen Erinnerungen und Erlebnissen heraus malen. Mit Hotspots und Liegeflächen, Sonnenarealen und Grünzonen, aber auch mit all den Naturschutzzonen im Wandel. Und all das in Anlehnung an die Aborigine Kunst mit endlosen Trampelpfaden, um in einem einzigen Bild all die Geschichten festzuhalten wie und wo Sie jahrelang Schleifen rund um die Osterseen gedreht haben und träumerisch gewandelt sind.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting X

das war´s - Charlotte Lorenz (2014)
Eine weibliche Figur fällt förmlich aus dem Rahmen und somit auch aus ihrer eigentlichen Rolle. 
Tritt hinaus aus einer lila-blaß-blauen Umgebung und hinein ins feurige Rampenlicht der Bühne. 
Streift mit ihrem Alltagskleid ihr nonnenhaftes Dasein ab, tauscht biedere Sandale gegen eleganten 
Tanzschuh und taucht im Evaskostüm, aber wohlbehütet mit markant rotem Hut, sinnlich ins Leben ein.
Ein künstlerischer Wandel von starrer Kälte in sinnliche Wärme.

Der vortreffliche Titel "das war´s" von Charlotte Lorenz braucht keine Interpretationen.
Es offenbart den inneren Wunsch statt nur reines Objekt zu sein,
also stets dem korrekten (Ab-)Bild von sich selbst zu entsprechen,
auszubrechen und ein Leben als sinnliches Subjekt zu beginnen.

Montag, 21. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting IX


Mit seinem neuesten kinetischen Objekt, das durch seine schwebend leichte Bewegung von filigranen, gelben und orangen, Stangen beeindruckt und damit den ständigen Wandel der Zeit ausdrückt, ist dem Raistinger Objektkünstlers Max Mirlach wieder ein besonderes Kunstwerk gelungen. Die Konstellation der Stäbe ist immer wieder anders und lädt zu einer längeren, meditativ-kontemplativen Betrachtung ein. In einer abstrakten Darstellung ist es für den Objektkünstler wichtig etwas Spielerisches und damit Fröhliches entstehen zu lassen. Dabei sind seine Mittel fast immer konstruktiver Art. Die größte Freude für den Künstler ist es die Herausforderung anzunehmen etwas zum Laufen zu bringen bis es schließlich fabelhaft funktioniert. 

Einen schönen ersten Eindruck über das sanft rotierende Kunstobjekt kann man auf der Facebook-Seite des Künstlers sehen. Die 6. Gemeinschaftsausstellung des Künstler Stammtisch Raisting hingegen kann noch bis kommenden Sonntag 17 Uhr in Holzhausen am Ammersee besucht werden.


  
( in nur knapp drei Wochen zählte allein der neue Kunstblog der Raistinger Künstler 1066 Besucher !)

Sonntag, 20. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting VIII

Book Art - Karl Hammer (2013/14)
Zum ersten Mal ist die Book Art Serie des Aidenrieder Galeristen Karl Hammer öffentlich zu sehen. Damit reiht er sich künstlerisch ein in die Gemeinschaftsausstellung des Raistinger Künstler Stammtisch, die er selbst seit Jahren mit einem Team von Künstlerfreunden akribisch vorbereitet, begeistert organisiert und mit großer Freude realisiert. Zu sehen sind neben den gefalteten Gebetsmühlen und geometrischen Gebilden auch eine interessante Figur im Hochformat, die an eine Rakete bzw. an eine Mondfähre erinnert. Mit viel Geduld verwandelt der Künstler Karl Hammer alte Bücher in hübsche Kleinskulpturen, deren Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven sowie auch als Gruppe nebeneinander einem stets Freude bereiten.

Samstag, 19. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting VII


Traumfrau - ULISSA / Elisabeth A. Unglert (2014)

Die Raistinger Künstlerin ULISSA, Elisabeth A. Unglert, überrascht mit der lebensgroßen Figur "Traumfrau", denn sie ist eigentlich für ihre professionellen Zeichnungen und Aquarelle bekannt. Es ist dabei interessant zu sehen wie eine Künstlerin eine Traumfrau darstellt, eben als sitzende, schneeweiße Modelmaßpuppe mit filigranen Flügeln. Die Künstlerin ULISSA stellt zudem zwei farbige Paneele als Flügelpaar aus und regt damit Besucherinnen an sich hineinzustellen, um sich sogleich in ein Engelchen zu verwandeln und sich so abbilden zu lassen. 

Freitag, 18. Juli 2014

Otto Hellmeier Kulturhaus - Raisting



Magie der Farben

Lisa Rodrian
6.7. - 28.9.2014 

Serie Magenta - Lisa Rodrian (2014)

"Farbe ist eines der wichtigsten und ausdrucksstärksten Gestaltungsmittel der Malerei. Farbe ist elementar und dynamisch, Farbe prägt unser Leben von Anfang an. Wir sind ständig von Farben umgeben, die uns leiten, anregen, vielleicht auch mal aufregen, verführen und unseren Alltag strukturieren. Farbe ist Leben ! Ohne Farbe gebe es unsere Welt nicht so wie wir sie kennen." Mit diesen einleitenden Worten eröffnete der renommierte Kunsthistoriker Dr. Hajo Düchting die neue Ausstellung der Diessener Malerin und Modedesignerin Lisa Rodrian.

 
Dr. Hajo Düchting mit der Malerin Lisa Rodrian
Als Vernissagengast erfuhr man in der Laudatio neben der Magie der Farben auch sehr viel Interessantes über den Einsatz der Farben Rot und Magenta der Künstlerin. "Mit bewundernswerter Sicherheit und starkem Gespür für die Kraft der Farbe hat Lisa Rodrian ihre Malerei zu einer freien Abstraktion entwickelt, die mit den jeweils zugrunde liegenden Hauptfarben ein dynamisches, das Auge fesselndes Spiel treibt. Besonders die Bilder in den Rotnuancen fallen auf, da die Farbe Rot uns von jeher anzieht. Rot ist die "Königin der Farben", weil sie alle anderen Farben dominieren kann."

Serie Rot - Lisa Rodrian (2014)

"Lisa Rodrian hat sich der Kraft der Farbe Rot ausgesetzt, sie kochen und toben lassen, nur wenig durch Weiß, das wie Gischt zwischen den vielfältigen Rottönen aufspritzt, gedämpft, durch Schwarz aber in der Intensität gesteigert und hervorgehoben. Eine der interessanteren Rottöne ist Magenta, der die Malerin - angeregt u.a. von der "Pink Revolution" der indischen Frauen - eine eigene Serie widmet, und in erstaunlicher Intensität zum Leuchten bringt."

Die Künstlerin Lisa Rodrian hat einen eigenen Leitsatz. Die abstrakte Malerei ist für sie "Weg und Ausdruck, in allem das Wesentliche zu suchen. Licht und Farbe sind Energie und Leben." Daher kommt sie ohne Farblehre und Farbsymbolik aus. Ihre Malerei ist elementar, essentiell, von großer Wucht und Dynamik, und ist dennoch in der Farbgebung sensibel bis in die kleinste Nuance.

Die sehenswerte Ausstellung, über die sich bei strahlendem Sonnenschein ein schönes Schattenmuster in Form einer überdimensionalen Schneeflocke legte, ist bis Ende September in Raisting zu sehen.



Öffnungszeiten :
Samstag und Sonntag
11 - 16 Uhr 
oder nach Vereinbarung

 Kulturhaus Otto Hellmeier 
Wielenbacher Str.13
 82399 Raisting

Donnerstag, 10. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting VI

Spiegelung I - Katrin Gabriel (2014)

Mit dem Bild "Spiegelung I" der Riederauer Künstlerin Katrin Gabriel assoziiert man eine einmalige Erinnerung an die Cisterna Basilica, an die vom Kaiser Konstantin als Wasserspeicher in Auftrag gegebene und dann vom Kaiser Justinian imposant wiederaufgebaute Zisterne im antiken Konstantinopel. In Istanbul ist das nunmehr als Versunkene Serail bezeichnete, sagenumwobene Bauwerk mit einer stattlichen Grundfläche von 9.800 Quadratmetern, die markant von 336 Säulen getragen an die Alhambra erinnert, nach wie vor eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Daher wird die Zisterne regelmäßig durch sehr stimmungsvolle Lasershows und außergewöhnliche Musikinszenierungen in eine mystisch-orientalische Märchenbühne verwandelt. So gesehen erzeugt auch das Klangbild der Künstlerin durch ihr bewegtes Licht- und Schattenspiel eine Musik, dessen magischer Akkord der Farben (Paul Gauguin) eine fantasievolle Melodie von mehr als 1001 Noten wiederzugeben scheint. Musik liegt förmlich als sichtbargewordene Schwingung  in der Luft und hebt künstlerisch den Unterschied zwischen Schein und Wirklichkeit auf, damit man träumerisch eintauchen kann in eine goldene Stimmung.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting V

Wildwasser - Sergio Viviani (2013)
Es bedarf einer Portion Mut sich auf einer Leinwand ganz und gar dem Thema wandelndes Wasser zu widmen, um es künstlerisch wie auch naturgetreu darzustellen. Eben dieser Herausforderung hat sich der Oberhausener Maler Sergio Viviani gestellt und es beeindruckend umgesetzt. Man fühlt sich sogleich ins kalt-klare Eisbach geworfen, der mit seinen Verwirbelungen und Strudeln kraftvoll fließt und den Betrachter auch rein optisch erquickt. Vielleicht ist es auch nur eine Momentaufnahme aus der Perspektive eines Wildwasserkanuten, der munter mit den Wellen spielt oder eine rein philosophische Betrachtung, dass alles im Fluß ist aber gleichsam das Gemüt in Wallung bringt. Die Nachfrage nach diesem abstrakt-dynamischen Bild der Naturgewalt war so groß, dass es noch während der Vernissage gekauft wurde.

Dienstag, 8. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting IV


Die große Koalition - Bernhard Wenzel (2014)

Mit seinem Bild Die große Koalition beschreibt Bernhard Wenzel den dynamischen Politikwandel. Jedoch waren sich bestimmt nur wenige Besucher bei der Vernissage in Holzhausen bewußt welch weitreichend-sportliche Bedeutung das Kunstwerk mit dem historischen 7-1 Traumfußball der deutschen Nationalmannschaft gewinnen würde. Man könnte nun darin auch den mitreißenden Ansturm unserer Nationalelf in Belo Horizonte und den damit ausgelösten Wirbel in Brasilien erkennen, der den finalen Goldregen ankündigt. Schwarz-Rot-Gold ist nunmal die angesagte Farbkombination, insbesonders wenn man Fußball als Kunst betreibt. Eigentlich ein Bild fürs Kanzleramt.

Montag, 7. Juli 2014

Ausstellung in Holzhausen


WANDEL
3. - 27.7.2004

BVS Holzhausen
Seeholzstrasse 3, 86919 Holzhausen
täglich von 11 - 17 Uhr

Der Künstler Stammtisch Raisting
Treffpunkt für Kunstliebhaber

Roland Fritsche - Ute Wolff - Bernhard Wenzel - Björn Lotz
Cemal Amac - Christiane Rausch - Charlotte Lorenz
Guenter Seubert   – Karl Hammer  – Karl Ilg  – Katrin Gabriel

Marka Paoli  – Michelle Schratz   – Ursula Merk   – Tamara Hägler
Klaus Stephan  – Francisca Zabala-Forster  – Maximilian Mirlach
Petra Becker-Mirlach  – Anke Seitz  – Angela Widholz – Sergio Viviani  
Christiane Burger  – Yvonne Schweg - Christina Brecht -
Franz Lochner 
Norma Hauschild - Jana Hotzelmann - Elisabeth A. Unglert

www.kuenstler-stammtisch-raisting.blogspot.de 

Weilheimer Tagblatt, Kultur, vom 7. Juli 2014 - Vielen Dank an Herrn Andreas Bretting.
( Zum Lesen des Artikels von Herrn Bretting bitte den obigen Text anklicken. )

Donnerstag, 3. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting III


Heimat im Winter - Karl Ilg (2014)

Der Diessener Maler Karl Ilg präsentiert sich mit seinen wunderbaren Landschaftsbildern aus dem Voralpenland, in denen die gute alte Zeit stehen geblieben ist. Es sind geometrisch angelegte Stillleben über den Jahreszeitenwandel, die sehr vertraut wirken, eine faszinierende Ruhe ausstrahlen und den Betrachter jederzeit zum geistigen Herumwandeln im Bild und sogar zum munteren Spaziergang in der verschneiten Landschaft anregen.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting II

Klangbild - Roland Fritsche (2014)

Den Raumklang eines musikalischen Instruments in ein Bild umzuwandeln ist die neueste Kunst des Fotografen Roland Fritsche. So nimmt er mit seinem äußerst gelungenem Werk "Klangbild" an der diesjährigen Gemeinschaftsausstellung des Raistinger Künstlerstammtisches in Holzhausen teil. Man könnte das Bild als Tribut an den jüngst verstorbenen Gitarristen Paco de Lucia verstehen, wobei man aus der Fotografie den Eindruck gewinnt, dass neben dem Vivacissimo sogar der Violinschlüssel und die Noten des feurig gespielten Musikstücks beginnen sichtbar zu werden.

Dienstag, 1. Juli 2014

Künstler Stammtisch Raisting I

Sortie, Öl auf Leinwand - Angela Wildholz (2014)

Das großformatige Bild Sortie der Künstlerin Angela Wildholz aus der Reihe Anderssichten ist nur eines der Bilder bei der kommenden Gemeinschaftsausstellung des Künstler Stammtisch Raisting. Das Einfangen von Urlaubssituationen aus der Vogelperspektive ist mittlerweilen ein kleines Markenzeichen für die Arbeiten der Münchner Malerin. Mit diesem Perspektivenwechsel soll der Betrachter beginnen die Welt und damit das Leben auch einmal aus einer anderen Sicht wahrzunehmen. Interessanterweise braucht es eine kleine Weile für den eigenen Blickwandel, um den Bildinhalt zu verstehen. Aber dann kann man sich direkt in die Urlaubsimpressionen hineinversetzen, um sie zu genießen.

Samstag, 28. Juni 2014

Kunst am Ammersee

Layout : Helmuth Hager


Am Wochende lädt das Westufer des Ammersees zu einer wunderschönen Reise in die zeitgenössische Kunst ein. Von Schondorf (Studio Rose) über Utting 
(6. Uttinger Ateliertage) geht es weiter bis nach Diessen (Taubenturm). Man kann somit an einem einzigen Wochenende zahlreiche Kunstwerke besichtigen, Künstler in ihreren Ateliers besuchen und mit anderen Kunstfreunden das künstlerische Flair unserer zauberhaften Region geniessen.

Der Geheimtipp und sogleich das kleine Highlight in diesem Jahr dürfte dabei die Ausstellung "bahnhofARTig" im Bahnhofsnebengebäude in Riederau sein, wohin die Malerin Katrin Gabriel (Die Roseninsel & Raistinger Künstlerstammtisch) den Maler und Bildhauer Helmuth Hager (Leiter und Kurator des Otto-Hellmeier-Kulturhaus Raisting) mit seinen äußerst interessanten Plastiken eingeladen hat mitauszustellen.

Die Augsburger Allgemeine bezeichnete bereits diese sehenswerte Ausstellung als eine "Reise ins innere Universum". Als Kunstliebhaber darf man sich auf die großartigen Stahlplastiken von Helmuth Hager freuen und sollte sich unbedingt die farbintensiven Bilder der Künstlerin Katrin Gabriel eingehend und lange auf sich wirken lassen, die stets die Leichtigkeit und Fröhlichkeit des Seins ausdrücken.


Lesenswert : Reise ins innere Universum, Artikel der Augsburger Allgemeinen von Nue Ammann.



 
 
 
Malerei
 
Skulpturen
 
Wie dieser historische Ausstellungsort, stehen auch die Werke der beiden Künstler symbolisch für 
"Aufbruch - Unterwegs sein - Ankommen", letztendlich auch für das 
"Werden - Sein - Vergehen" aller Dinge. 

Sa und So, 28. und 29.6. 2014 jeweils von 11 bis 18 Uhr

Historischer Bahnhof Riederau
Bahnhofsplatz 1
86911 Riederau
 
 
von Katrin Gabriel
 19.6.2014

Zum Begriff Kunst habe ich mir einige Gedanken gemacht -
Kunst ist ja heute weiter gefasst denn je.
 
Über Jahrhunderte, ja Jahrtausende verstand man unter Kunst allein Malerei, Bildhauerei und Architektur.
Für einige Experten ist Kunst reine Geschmacksache.  Oder es heißt: Kunst ist, was gefällt.

Andere sind der Ansicht, nur das sei Kunst, was im Museum hängt,  wieder andere, Kunst sei ein Thema, über das man nicht vernünftig reden könne, oder - - gute Kunst habe das gewisse „plus X“, das sich weder definieren - noch analysieren - oder reproduzieren ließe.
In jedem Fall gibt es Kunst, die Menschen geradezu magisch anzieht. In Museen kleben Menschen-Trauben vor manchen Bildern,  andere wiederum werden kaum beachtet. Warum ist das so ?
  
Die Leiterin der Staatsgalerie Stuttgart, Gudrun Inboden, meint, dass es eine in der Kunst wirkende Kraft gibt, die sich im Werk auszudrücken weiß. Dadurch entwickele sich ein Konsens zwischen Kunstwerk und Betrachter. Sie meint wohl, dass es Unsagbares gibt, ein Zauber, der den Blick bannt, den Schritt hemmt und verweilen lässt oder auch näheres Herantreten fordert. Mittlerweile wurde die Kunst erweitert um Performences, Videos, Installationen und Fotoarbeiten.  Jede Kunstmesse zeigt heutzutage eine Mischung dieser Genres.

Vergangenes Jahr auf der Art Dornbirn stampfte ein Mann permanent  rhythmisch über eine Bühne.
Diese Performace war seine Kunst - - und er fand damit größte Aufmerksamkeit.
Alle Medien berichteten darüber.  Alles andere wurde – zumindest von den Medien -  vernachlässigt.
Und das, obwohl die Mehrzahl der Aussteller dem Zeitgeist gemäß verstörende und disharmonische Werke zeigten. Der durch Bilderfluten überreizte Mensch giert nach immer Neuem - -noch mehr Originalität - - mehr Erfindungsreichtum. Mit der Schau der Körperwelten bleibt zu hoffen, dass dies der Schlussakt des Absurden war.

Helmuth Hager und ich folgen diesem Zeitgeist nicht.
Wir bleiben weiterhin sowohl in traditionellen Sparten wie Malerei und Skulptur, als auch dem Erdhaften, Nachvollziehbarem und Naturverbundenen verhaftet. Unsere Arbeiten wollen nicht verstören und wenn Sie ein Werk von uns in Ihr Haus holen, soll es Sie erbauen, Impulse geben -  und positiv stimmen.
Es will Ihnen Freude bereiten.

Und wenn Sie ihm nachts begegnen, weil Sie ein Glas Wasser holen wollen, soll es Sie nicht schockieren. - -
Unsere Werke wollen dem Anspruch an Kunst wahren, nämlich Dialoge mit dem Betrachter führen; die Idee des Künstlers, die hinter dieser Arbeit steht soll nachvollziehbar bleiben, oder einfach nur das Interesse an Kunst und künstlerischem Handwerk wecken. Gemäß dem Anspruch der philosophischen Ästhetik von Schiller, Benjamin und Adorno !

In klassischem Sinn verweben wir Tradition mit unserer ganz eigenen Empathie.
Wir verknüpfen Bilder der Natur mit denen der inneren  Notwendigkeit.
Ich spreche mit Sicherheit auch für Helmuth Hager wenn ich sage, dass dies
die Strategie unseres Herstellungsprozesses ist.

Die Meinung des Leiters der Staatlichen Museen zu Berlin, Andreas Schalhorn, ist es, dass eine solche Strategie die Tragfähigkeit eines Kunstwerkes ausmacht, weil dadurch gleichfalls Glaubwürdigkeit, Eigenständigkeit und konsequente Weiterentwicklung der künstlerischen Ideen zählen.

Lassen Sie sich in diesem Sinne auf unsere Kunstwerke ein, lassen Sie sich bezaubern und genießen Sie sie.
Ich danke Ihnen.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Ausstellung in Tutzing

Moon Rising - HeideKarin Konwalinka (2014)

  "ich fühle, darum bin ich"
Gefühlswelten 
1.7. - 31.7.2014
 
 
Weiblichkeit, Triptychon - HeideKarin Konwalinka (2014)

Mit dem Titel "ich fühle, darum bin ich" hat die Huglfinger Malerin HeideKarin Konwalinka Gefühlswelten auf die Leinwand gezaubert, die sie im Juli in Tutzing ausstellt. Nach ihrer letzten Ausstellung SeelenLandschaften bleibt die Künstlerin somit ihrem Thema treu innere Erlebnisse, Einsichten und Gefühle mit kraftvollen Farben schwungvoll umzusetzen. 

Guten Morgen Bayern - HeideKarin Konwalinka (2014)

In ihrem Bild "Guten Morgen Bayern" fängt die Künstlerin nicht den Sonnenaufgang ein, sondern läßt vielmehr gefühlvoll die Sonne auf der Leinwand aufgehen, die einer inneren Erleuchtung gleichkommt. Eine sehr sehenswerte Ausstellung, wobei die großformatigen Bilder natürlich im Original viel besser zur Geltung kommen.

Montag, 23. Juni 2014

Zum 78. Geburtstag

Wandel, Acryl 70 x 50 cm, Cemal Amac (2014)

Ein abstraktes Hintergrundbild, das wie eine Fantasieblume wirkt wurde mit einer weissen Farbschicht überlagert, aus der widerum breite Streifen entfernt wurden, um die Sicht auf die darunter liegende Schicht freizulegen. Eine Technik, die man eigentlich nur aus der Wachskreidemalerei her kennt. Bei diesem Acrylbild stellen aber nun die Streifen bewußt Buchstabenverkettungen dar, die als Buchstabenrätsel dem Betrachter den Titel des Werkes verschlüsselt offenbaren.

Mit dem Bild drückt mein Vater den generellen Wandel in der Kunst aus, der heutzutage darin besteht, dass eine künstlerisch-figürliche Darstellung der Natur als völlig altmodisch betrachtet wird und somit ganz in den Hintergrund tritt. Eine Art Action-Painting hingegen, die sehr schnell hingelegt werden kann, reflektiert dagegen den Zeitgeist unserer schnelllebigen Welt. Es handelt sich hierbei also um ein Vexierbild, das den Wandel in der Kunst, weg vom Figürlichen und hin zum Abstrakten, vereint.

Mit fortschreitender Literalität betrachtet man ein Bild stets mit der eigenen Kopflastigkeit und versucht intuitiv eine an sich rein farbige Botschaft spontan in das subjektiv-kontextuale Verständnis zu übersetzen. Genau dieser selbstbezügliche Akt der subjektiven Kunstinterpretation eines völlig neuen Bildes soll bei diesem Acrylbild dem Betrachter vor Augen geführt werden. Die Schönheit eines Bildes liegt somit also nicht sprichwörtlich im Auge des Betrachters, sondern vielmehr in seinem subjektiven (Vor-)Verständnis für ein Kunstwerk, für das er empfänglich ist.

Ist der Betrachter an etwas Figürlichem interessiert, so wird er versuchen das Hintergrundbild für sich zu interpretieren. Ist er aber mehr am Abstraktem interessiert, so muss er sich mit dem Vordergründigen auseinandersetzen, das wie eine geometrische Schablone den eigentlichen Bildinhalt verwandelt.

Der unerwartete Kontrast zwischen dem bunt Figürlichen und dem einfarbig Abstraktem erzeugt durch die Gegensätzlichkeit allein eine Spannung. Es entsteht also nicht eine reine Bild-in-Bild Komposition, sondern vielmehr ein doppeltes Wechselspiel zwischen Bild und Schrift und zwischen Farb- und Formmuster.

Das Acrylbild "Wandel" wird während der Gemeinschaftsausstellung des Raistinger Künstlerstammtisches vom 3. - 27. Juli im BVS Bildungszentrum in Holzhausen am Ammersee zum ersten Mal im Original zu sehen sein.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Diessener Ateliertage III

Der Grafiker und Kommunikationsdesigner


In Dettenhofen empfing uns Alexander Kowarzyk zu den Diessener Ateliertagen in seiner lichtdurchfluteten Zeichenschule und faszinierte uns mit seinen neuesten Arbeiten. Dabei handelt es sich um hervorragende, weißgehöhte Künstlerporträts vom weltbekannten Schauspieler Mario Adorf und dem Sänger der Kölsch-Rockband BAP Wolfgang Niedecken auf schwarzem Kartonhintergrund.


Wichtig ist für Alexander Kowarzyk nicht die originalgetreue Abbildung eines Menschen sondern vielmehr die künstlerische Übertragung, wie hier von einer Fotografie in eine Zeichnung, worin der vom Künstler wahrgenommene, wesentliche Charakterzug einer Person in dessen gezeichnetem Antlitz künstlerisch herausgestellt wird. Den bedeutendsten Gesichts- und somit Wesenszug arbeitet der Künstler in seinen Zeichnungen sehr fein heraus, sodass ein Teil des Kopfes bewusst weggelassen werden kann. Dieses bewußte Weglassen erhöht die Spannung beim Betrachter, der die Zeichnung nun im Geiste versuchen muss selber zu vervollständigen.

Als Portraitkünstler ist er vielen am Ammersee bekannt, denn sobald es Frühling wird sieht man ihn im Freien fröhlich, aber sehr engagiert am Seeufer in Diessen und Herrsching Menschen porträtieren. Einmal die Woche trifft er sich zudem mit seiner Raistinger Künstlergruppe zum gemeinsamen Portrait- und Aktmalen. So entstehen wöchentlich mehrere Bilder, die spontan in Tusche oder mit Kohle- und Rötelstift festgehalten sind.


Es ist das ständige Zeichnen, das den Künstler zu immer interessanteren Monotypien anleitet. Aus seinen Porträts tritt die Besonnenheit, die Introvertiertheit, die Besorgnis, die Verletzlichkeit und die Nachdenklichkeit der jeweils porträtierten Menschen hervor, die noch dazu atmosphärisch durch zerknülltes Zeichenpapier, zusätzliche Musterung, Schattierung und Strichführung dramatisiert wird. Seine Tuschezeichnungen auf braunem Papier von Städten aus der Toskana erinnern an Meisterwerke von Hans Thoma.


Der in Pfronten im Allgäu geborene Künstler begann seine Karriere als Glas- und Porzellanmaler und studierte danach Grafik und Malerei. Deshalb beherrscht er durch fortwährende Skizzen und Zeichnungen sowohl die ruhige wie auch die kraftvolle Strichführung meisterlich. Als Grafiker interessiert er sich für die figürliche Darstellung von Menschen und insbesondere von der Natur.  Es entstand eine Serie von wunderhübschen Arbeiten von verwelkten Blättern, die der freie Künstler im Diessener Schackypark gesammelt hat und sie mit dem im Park befindlichen Skulpturen thematisch in Bezug setzt.

Alexander Kowarzyk
Alexander Kowarzyk
Es sind gerade die kleinen Dinge im Leben auf die der Künstler besonders achtet und auf die er mit künstlerisch geschultem Auge näher hinsieht. So las Alexander Kowarzyk beim Radfahren eine kleine Feder auf, die er dann gekonnt mit blauem Filzstift in einem Triptychon mit einer stattlichen Breite von 1,80 m verewigt hat. Hierbei sieht man genau, dass in der ruhigen Hand und der Geduld des Meisters die wahre künstlerische Kraft liegt.


Als Kommunikationsdesigner war Alexander Kowarzyk viele Jahre für das Layout des BMW Magazins verantwortlich mit dem er den Preis für die beste Unternehmenszeitschrift gewann, lange bevor mit dem Computer auch das Desktop Publishing eingeführt wurde.  Nach seiner Zeit in München übernahm er redaktionelle und typografische Arbeiten bei einigen renommierten Verlagen und in Werbeagenturen im Stuttgarter Raum.

Zuletzt präsentierte der Künstler uns stolz eine künstlerische Koproduktion mit seinem Freund Kurt Römhild. Das Zeichenpapier, das Römhild zunächst mit Nagellack bemalt hatte, vollendete Alexander Kowarzyk sodann mit dem Porträt seines Künstlerfreundes. Eine solche künstlerische Zusammenarbeit sollte Schule machen, denn es kommen jeweils die kreativen Stärken von beiden Künstlern in einem einzigen Bild zur Geltung. Dies könnte zu einem neuen Kunsttrend führen, zumal namhafte Künstler angehenden, jungen Künstlern damit sehr helfen könnten ihren Bekanntheitsgrad schnell und nachhaltig zu steigern.



Da die Diessener Ateliertage leider nur alle zwei Jahre im Wechsel mit der Ausstellung "Das kleine Format" stattfinden werden, lohnt sich der Blick auf die Webseite des Künstlers und der Besuch seiner Zeichenschule, um sich künstlerisch fortzubilden und fachlich von seiner langjährigen Erfahrung zu lernen.

Alle Bildrechte : Alexander Kowarzyk

Dienstag, 10. Juni 2014

Porträtmalerei

Der Eresinger Künstler Maurice Küsel versteht es nicht nur meisterhaft zu fotografieren, sondern malt auch wunderschöne Ölbilder. Auf google+ hat er neulich den täglichen Fortschritt des Porträts seiner Tochter Antonia dokumentiert, öffentlich geteilt und somit bewiesen, dass er auch diese Kunst vortrefflich beherrscht. 

( Zur näheren Betrachtung der Details sollte am besten auf die nachfolgenden Bilder geklickt werden. )





Antonia - Maurice Küsel (2014)
Wie wichtig zudem ein geeigneter Rahmen für ein Ölbild sein kann und wie er das Bild zusätzlich aufwertet führt uns der Maler Maurice Küsel abschließend deutlich vor Augen.



Alle Bildrechte : Maurice Küsel

Montag, 9. Juni 2014

Künstler Stammtisch Raisting

Raistinger Künstlerstammtisch (c) copyright Raisting


Der Künstlerstammtisch Raisting
Treffpunkt für Kunstliebhaber

Roland Fritsche - Ute Wolff - Bernhard Wenzel - Björn Lotz
Cemal Amac - Christiane Rausch - Charlotte Lorenz
Guenter Seubert   – Karl Hammer  – Karl Ilg  – Katrin Gabriel   
Marka Paoli  – Michele Schratz   – Ursula Merk   – Tamara Hägler   
Klaus Stephan  – Francisca Zabala-Forster  – Maximilian Mirlach   
Petra Becker-Mirlach  – Anke Seitz  – Angela Widholz – Sergio Viviani  
Christiane Burger  – Yvonne Schweg - Christina Brecht

Franz Lochner - Eugen Winter - Gerd Jacobsen - Elisabeth A. Unglert

RAISTING/AIDENRIED - Schon einige Jahre besteht der „Künstlerstammtisch Raisting“, der sich einmal monatlich mittwochs ab 20 Uhr im Raistinger Gasthof „Zur Post“ trifft. Diese lockere Gesprächsrunde bietet kunstschaffenden, aber auch kunstinteressierten Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung des Ammersees, wie auch aus dem Kreis Starnberg, Murnau und Landsberg eine offene Plattform, um sich kennenzulernen und sich über aktuelle Ausstellungen und persönliche Projekte auszutauschen.

Entstanden ist dieser Gesprächskreis 2008 durch die Ausstellung „Raistinger Kaleidoskop“. Neben professionellen Künstlern, die ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben möchten, treffen sich in Raisting auch angehende junge Künstler/innen sowie interessierte Laien aus allen Berufen, die an der Kunst- und Kulturszene des Fünf-Seen-Landes interessiert sind und daran teilhaben wollen.

Der Aidenrieder Galerist und Kunstliebhaber Karl Hammer verstand es in den letzten Jahren immer wieder, die vielköpfige (zurzeit 55 Personen) und vielfältige Schar des Stammtisches zusammenzuhalten und auch zu gemeinsamen Projekten zu bewegen. So gibt es seit 2009 alljährliche Gemeinschaftsausstellungen an wechselnden Orten, die weit über die Region Interesse fanden.

Für 2014 ist eine neue Gemeinschaftsausstellung im BVS-Bildungszentrum Holzhausen 
mit dem Thema „Wandel“ geplant :
Vernissage: Do, 3.7., 19 Uhr, 
Einführung Dr. Hajo Düchting;
Ausstellung: 4.7. bis 27.7., täglich von 11-17 Uhr 
( Ausschnitt aus der "Freizeitschrift", Ausgabe Frühjahr/Sommer 2014 )