Mittwoch, 20. November 2013

Atelierbesuch - Franz Wörle


Der Künstler und Dekorationsmaler


Herzlich empfangen wurden wir vom professionellem Dekorationsmaler Franz Wörle in seinem Atelier im Klostergut Wessobrunn, dessen Kreuzgewölbe er himmelblau gestrichen, die Wände marmoriert und die Säulen aufwendig wiederhergestellt und damit den alten Bullenstall regelrecht in eine imposant-stimmungsvolle Künstlerbühne verwandelt hatte, in dessen einzigartiger Atmosphäre nunmehr private Feiern und Konzerte abgehalten werden.


Häusern und Räumen durch Farben und Formen einen Charakter zu geben ist die Hauptaufgabe des Malermeisters Franz Wörle. Hierbei bezeichnet er sich als Techniker für Farben und Lacke, der beratend die jeweilige Wohnsituation optimiert. Darüberhinaus hat er sich aber auch der Dekorations- und Illusionsmalerei verschrieben. So öffnet er mit Leichtigkeit ein Fenster in der Atelierwand und holt mit Esprit die mediterrane Stimmung der sonnendurchfluteten Italienischen Riviera in sein Atelier.


Beeindruckend sind auch seine neusten Arbeiten. Eine übergroße Filmrolle, die sieben Abzüge seines Porträts von Clint Eastwood enthält. Dabei waren die Abzüge auf der Filmfolie beidseitig in gleicher Qualität zu bestaunen.


Fortgesetzte Bilder auf einer Filmrolle zu präsentieren ist eine neuartige Idee, die der Künstler weiterverfolgt. Eine Hommage an die Bullen, die den Stall vorher bewohnt haben, hat der Künstler auf einen Kupferhintergrund gesetzt, sodass sie stets im Geiste mitanwesend sind.


Darüberhinaus porträtiert der Maler Franz Wörle liebevoll seine Lieblingsmusiker und natürlich auch all die Künstler, die bei ihm im Atelier auf der Bühne standen.


Das Atelier von Franz Wörle im Klostergut Wessobrunn ist immer einen Besuch wert. Der Künstler bietet auch Seminare für Dekorationsmalerei in Italien an, wobei man bei ihm auch das Marmorieren und die Architektur- und Illusionsmalerei erlernen kann.

Seine bisherigen Arbeiten in der Raumgestaltung und der Illussionsmalerei kann man auf der Webseite Werkstätte für Malerei detaillierter bewundern und sich sodann direkt mit dem Künstler in Kontakt setzen :  
Werkstätte für Malerei - Franz Wörle

Dienstag, 19. November 2013

Atelier 5BLANKS - Schondorf



Andreas J. Stipp

Vernissage
Freitag, 22.11.13 - 20 Uhr


Einführung: Thorsten Fuhrmann
Live-Musik: Micha Reiserer und Titus Waldenfels


weitere Informationen auf 5Blanks.com und Atelier5B

Montag, 18. November 2013

Bürgerzentrum Rathaus Pasing


HASEN UND ROSEN,
PAPIERTEPPICHE

21.11.2013 - 17.01.2014


Vernissage am 21.11. von 19 bis 21 Uhr
Einführung: Katja Sebald, Kunsthistorikerin u. Journalistin

Öffnungszeiten: Mo 7:30 - 16:00, Di 8:00 - 18:00,
Mi 7:30 - 16:00, Do 8:00 - 17:00, Fr 7:30 - 13:00 Uhr
Veranstalter: Kulturforum München-West e.V.

 Bürgerzentrum Rathaus Pasing
Landsberger Straße 486, 81241 München

Lesenswert : Textile Bilder - Hasen und Rosen - Artikel für die AZ von Angela Scheibe-Jaeger

Samstag, 16. November 2013

Stadtmuseum Weilheim


Maschinenraum 
Sa 9.11. - Sa. 8.12.2013

akad. Bildhauer
 
v.l.n.r. : Dr. Tobias Günther, Frau Ragnhild Thieler, Frau Andrea Kreipe, Herr Marinus Wirtl
Regelrecht in einen Maschinenraum verwandelte der Peitinger Bildhauer Marinus Wirtl die kleine Stadtgalerie im Museum Weilheim mit einer Installation aus Motorenteilen, die scheinbar mit vier Fußpedalknöpfen zu bedienen ist. Tritt man aber auf die Pedale so hört man unterschiedliche Maschinengeräusche und gewinnt spontan den Eindruck man ginge auf große Fahrt. Die blaue Hintergrundbeleuchtung der Stahlplastik ermöglicht einen schönen Schattenwurf der Motorenteile auf die Rückwand und gibt der Installation zudem eine farbliche, räumliche Tiefe.


Umrahmt wird die Ausstellung erstmalig mit langzeitbelichteten Lichtfotografien, die der Bildhauer in absoluter Dunkelheit mit Hilfe eines Ventilators gemacht hat. Es entstanden faszinierende Lichtrotationen, die an dynamische Turbinen, hochwertige Gewinde und CAD-Entwürfe von aufwendigen Motorenteilen erinnern.


Bei anderen Lichtbildern könnte man meinen der Künstler hätte Luftverwirbelungen und Schallwellen sichtbar gemacht, bei deren Betrachtung man selbst in Schwingungen oder gar in einen Flow hineinversetzt wird.
 
 


Die äußerst gelungene Ausstellung, die nicht nur technologiebegeisterte, männliche Besucher anspricht, geht noch bis zum 8. Dezember.


Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 10:00 - 17:00 Uhr
So. 14:00 bis 17:00 Uhr
 
Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1, 82362 Weilheim in Oberbayern

Donnerstag, 14. November 2013

Fotokunst

Der Schondorfer Galerist und Fotograf

"Ich mache das Unsichtbare sichtbar, wandle Licht in Schatten und Schatten in Licht."

Season of the Witch - Jürgen Oliver Blank (2013)

Der Schondorfer Galerist Jürgen Oliver Blank ist gelernter Fotograf, der sich selbst als Bildgestalter sieht. 
"Ich dokumentiere nicht und gebe auch nicht das Sichtbare 1:1 wieder, aber verändere Kontraste, Farben und kopiere einzelne Stellen im Bild - verstärke Strukturen, füge grafische Elemente ein, erzeuge Tiefe und dramaturgische Spannung.", betont der gefragte Fotograf, der kürzlich zur Teilnahme beim Kleinen Format in Diessen eingeladen wurde. Gerade als Fotograf ist dies eine besondere Auszeichnung.

Craobh - Jürgen Oliver Blank (2013)

Es ist die Vergänglichkeit in der Natur, die den Fotokünstler fasziniert. In seiner Fotografie "Craobh", was im
Irischen für Ast oder wie hier für Verästelung steht, überhöht er einzelne Bereiche seiner Aufnahme bewußt mit Sepia. Er setzt somit nachträglich eine fotografische Höhung vergleichbar zur Weißhöhung in der Zeichnung und der Malerei. Damit will der Künstler darauf hinweisen, dass er hier keine Fotomontage anfertigt, sondern mit seiner Digitalen Fotokunst malt.

Embrace the silence - Jürgen Oliver Blank (2013)

In "Embrace the silence" gewinnt der Betrachter den Eindruck, als ob Jürgen Oliver Blank eine Röntgenaufnahme von der Natur gemacht hat, worin nun die Hand Gottes sichtbar wird, wie sie sanft über die Berggipfel streicht.

Wandering Souls - Jürgen Oliver Blank (2013)

Kunsthistoriker bescheinigen ihm, dass er "tiefgründige Werke mit fast hypnotischer Wirkung" erschaffen würde, was auf seine Arbeit "Wandering Souls" völlig zutrifft. Der Blick wird in der Aufnahme gefesselt, da der Geist verstehen will was hier eigentlich noch abgebildet wurde. Ist dieses weiße, dynamische Feld links, das die Bildkomposition balanciert zweiteilt, Schnee oder gar ein Kraftfeld ?

Blessed and damned - Jürgen Oliver Blank (2013)

Als mystische Bildwelten voller positiver Traurigkeit wurden die s/w-Fotografien von Jürgen Oliver Blank bezeichnet. Sie wirken wie alte Postkartenaufnahmen, in denen man der vergangenen Zeit nostalgisch nachtrauert.
Man findet in seinen Bildern wahrlich die Saudade, wie es der Portugiese ausdrückt, als das universelle Gefühl der melancholischen Sehnsucht nach etwas Vertrautem, das so nicht mehr existiert.


Montag, 11. November 2013

Künstlergilde Landsberg-Lech-Ammersee


79. Jahresausstellung

2. - 17. November 2013
In den Beruflichen Schulen
Landsberg, Spitalfeldstraße 11


Es ist jedes Jahr eine große Freude die Jahresausstellung der Künstlergilde in Landsberg zu besuchen, um zu sehen wie sich manche Künstler weiterentwickeln oder zu erkennen wie andere ihrem eigenen Stil weiterhin treu bleiben.

Die Ausstellung ist so umfangreich, sodass man weder versuchen sollte alle Künstler in einem Blogbeitrag zu porträtieren, noch einzelne Kunstwerke hervorzuheben. Trotzdem wollen wir das für uns beeindruckendste Werk dieses Jahres kurz vorstellen.

Joachim Giebelhausen

Das Bild "Le Sacre du Printemps" von Joachim Giebelhausen ist für uns mit Abstand das bedeutendste Kunstwerk der Jahresausstellung 2013. Eine außergewöhnliche Collage, die einerseits einen künstlerisch-polyphonen Rückblick auf internationale Entwicklungen gibt und zugleich den Zeitgeist des Jahres 2013 einfängt. Man scheint eine Facebook-Occupy-Gesellschaft zu erkennen, die im Park in ihrem eigenen Netzwerk zwar gefangen aber trotzdem gewappnet ist mit Bluetooth-Blueprints neuerliche Frühlingsweihen auszulösen. Oder man interpretiert seine Collage aus der Gegenwart des 11.11. und meint, dass jede närrische Zeit zuerst mit dem Dreiklang aus Tanz, Papierschlangen und Konfettiregen eingeläutet wird.

Die sehenswerte Jahresausstellung der Künstlergilde Landsberg geht noch bis zum 17. November.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung bietet der Artikel der Augsburger Allgemeinen von Römi Löbhard
Künstlergilde - Die Bandbreite der Kunst - Maler und Bildhauer zeigen ihre Werke, wobei die Zeitung auch dieses Jahr eine wunderschöne Bildergalerie zum Durchklicken der Kunstwerke der 79. Jahresausstellung der Künstlergilde Landsberg-Lech-Ammersee und der Fotogruppe Landsberg online zusammengestellt hat.

Sonntag, 10. November 2013

das kleine format - Diessen


Der Diessener Kunstherbst 2013
6. Produzentenausstellung "das kleine format"



Eine große Bandbreite an unterschiedlichen Arbeiten stellte die Kuratorin Annunciata Foresti mit Hilfe einer namhaften Jury zusammen und läutete somit den Höhepunkt der diesjährigen Kunstsaison in Diessen ein.
In rund 1000 Stunden akribischer Arbeit und mit viel Liebe zum Detail hat die Kuratorin auch dieses Jahr eine großartige Produzentenausstellung organisiert, die regional ihresgleichen sucht.


Das Kleine Format nimmt somit einen festen Platz im Kunstkalender eines jeden Kunstliebhabers und Sammlers ein, der es genießt in einer Ausstellung leicht mal eine Stunde oder gerne auch mehr zu verweilen, um mit den anwesenden Künstlern ausführlich ins Gespräch zu kommen.


Es gibt so viel Unterschiedliches an Skulpturen, Bildern und Fotografien zu sehen und so viel Neues auch im kleinsten Format zu entdecken.


Der Publikumspreis ging dieses Jahr an einen jungen Fotografen, dessen Namen man sich merken sollte.
Lukas Schramm zeigte in seinem Werk "Atlas und Amazone" eine Tonreihe von hübschen Rückansichten, die gleichsam als Fotoinstallation das Publikum entzückte.


Der abwechslungsreiche Rundgang bot sehr viele Einzelstationen, die wie kleine Briefmarkensammlungen einzelner Künstler wirkten. Von manchen Künstlern würde man gerne den vollständigen Satz an Bildern besitzen.



Einen kleinen, künstlerischen Fingerzeig bot die Allee aus Handbronzeplastiken des Bildhauers Egon Stöckle.


Der Fotograf und Galerist Jürgen Oliver Blank überzeugte diesmal mit seinen kleinen s/w Fotografien, in denen er Landschaften mit dem Computer nachträglich dramatisiert hatte. Er zeigte großartige Naturszenen, die an Anselm Adams erinnern und nebulöse Landschaften, die so nur von koreanische Künstlern thematisiert werden.


Last but not least präsentierte Nicola von Thurn eine originelle Installation kleiner Geißlein aus Kunststoff, die ein Bild mit Klee betrachten, mit dem Titel Geissblatt.


mit Arbeiten von...

Nue Ammann Regine Bausinger Sandra Bayer Wendy Bell Falk Benitz
Ilse Bill
Jürgen Oliver Blank Bettine Braun Niki Dimbath Hajo Düchting
Dieter Finzel
Annunciata Foresti Reinhard Fritz Jürgen Ghebrezgiabher
 

Finissage : 
Sonntag, 10.11. um 15 Uhr
Blaues Haus Diessen
Prinz-Ludwig-Str.23
Diessen am Ammersee

Samstag, 2. November 2013

Kunst/handwerk

Einige Besucher kamen in die ehemalige Galerie auf Zeit und fragten was denn eigentlich Kunst sei. Es scheint, dass sich der Kunstbegriff gerade letztes Jahr mit der Einstellung der Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev bei der documenta (13)  neben Künstlern auch Wissenschaftler und Philosophen zuzulassen, um somit die Welt als Kunst zu sehen, geweitet hat.  So fällt es einem heutzutage spontan schwer eine richtige Definition für Kunst zu geben.
Ist denn unter dem Motto "Anything goes" alles Kunst ?

Zumindest sollte man Kunst von Kunsthandwerk unterscheiden können.

Am Eingang in die Waterfront von Kapstadt gibt es ein kleines Zentrum für südafrikanisches Kunsthandwerk, wo junge Menschen ihr Können in der Öffentlichkeit präsentieren. Dies entspricht dem traditionellen Verständnis eines Bazars, in dem man der Produktion von Waren und Dienstleistungen zusehen und sie gleichzeitig erwerben kann. Als Tourist kauft man ein originelles Mitbringsel, bei dessen Herstellung man zugesehen hat und kann dessen Herstellungskosten und Preis sogleich individuell abschätzen.

Drahtbüffel aus Kapstadt
 
Anhand der obigen Drahtfigur eines afrikanischen Büffels, das aus einem einzigen, dickeren Stück Draht stilisiert geformt wurde, erkennt man, dass dieser leicht in Serie produziert werden kann. Dies ist ein Hauptmerkmal von Kunsthandwerk, das trotzdem sehr meisterlich angefertigt wird. Es macht Spaß den Pfeilkursor an eine beliebige Stelle der obigen Drahtfigur zu setzen und die Figur mit der Computermaus nachzufahren. So erkennt man wie der Körper des Büffels symmetrisch angelegt ist. Das Souvenir aus Südafrika ist rein dekorativ.

Im Gegensatz hierzu sind die Arbeiten der Künstlerin Monika Supé zu sehen, die ihre Drahtfiguren bewußt aus dünnerem Draht formt, um ihnen ihre eigene, künstlerische Handschrift geben zu können. Die Kühe wirken nun organisch, lebendig. Bewußt werden nicht alle Details des Umrisses im Kunstwerk ausgeführt.

Die Wahrnehmung soll mithilfe des Schattens die Gestalt vervollständigen. Die Vollendung dieser künstlerischen Arbeiten bedarf weitaus mehr Zeit, da jede Figur ausführlich studiert und bewußt künstlerisch reduziert wird.
Die Figuren sind somit einzigartig und haben damit ihren eigenen, beständig-höheren Wert.

Kühe - Monika Supé

Wahre Kunst ist es, wenn die Künstlerin Monika Supé mit dem Schattenspiel eines Drahtgeflechts überraschend eine Kuhfigur auf die Leinwand zaubert.

Kuh - Monika Supé

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rückblick - Fischerbau Polling II

Kunst-Stationen
 
Ausstellung des Kunstforum Weilheim e.V.
vom 11.- 13.Oktober 2013
im
Fischerbau Polling
 
 
Der Keller des Fischerbaus in Polling war Schauplatz einer einzigartigen Ausstellung, den der Steinbildhauer Mattias Bischoff eigens für seine schwebenden und golden-leuchtenden Steinskulpturen arrangiert hatte.
 

Das originelle Wechselspiel von Skulptur und Raum war so angelegt, dass man als Besucher förmlich in eine optische Täuschung hineingezogen wurde. Die vermeintliche Spiegelung von Skulpturen in der Raumtiefe erweckte zudem aus verschiedenen Perspektiven ein meditatives Gefühl.
 
Die hohen Tonnen- und Kreuzgewölbe des Fischerbaukellers gaben der Ausstellung zusätzlich noch einen sakralen Charakter, den der Bildhauer sehr geschickt nutzte.  So erleuchteten seine Steinskulpturen den 
Raum andächtig zart und eine verlassene Tafel schien an das letzte Abendmahl zu erinnern.
 
 
 
 

Die leuchtenden Marmorstelen sind bereits ein Markenzeichen mit denen der Künstler im August auf der Schwabacher Kunstbiennale 2013 - Ortung VIII den Publikumspreis gewonnen hat. 
 
Kein Wunder, denn die Kunstwerke sind einzigartig und haben daher stets einen bleibenden Wert.
 
 
Mattias Bischoff
 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rückblick - Fischerbau Polling I

Kunst-Stationen
 
Ausstellung des Kunstforum Weilheim e.V.
vom 11.- 13.Oktober 2013
im
Fischerbau Polling
 
 
 

Eine gediegene Atmosphäre bot der imposante Fischerbau in Polling für die Ausstellung des Kunstforums Weilheim.


Im oberen Bereich stellten 14 Künstlerinnen und Künstler neben Bildern, Holz- und  Metallskulpturen auch eine Fahne und in einem kleinem separatem Raum ein goldenes Kunstobjekt aus.




Der weitläufige Raum bot insbesondere großen Exponaten genügend Platz zur eigenständigen Wirkung.

Die Hängung der Bilder und die Organisation der Ausstellung wurde sehr professionell vom Vorstand des Kulturforums Reinhard Giebelhausen und Andrea Greipe umgesetzt.



Montag, 28. Oktober 2013

Privatgalerie Karl Hammer - Aidenried



MENSCH
17.10. - 21.11.2013

Privatgalerie Karl Hammer
Aidenried, Rauchäckerstr. 11


Der Mensch steht im Mittelpunkt der Arbeiten der Freischaffenden Künstlerin Diana Angela, die in der Privatgalerie Karl Hammer in Aidenried zu sehen ist. "Malen ist für mich auch eine Meditation, ein Loslassen von Begrenzungen", sagt die Künstlerin und fährt fort, " Ich richte mich aus und gehe gleichzeitig in eine Absichtslosigkeit, werde Mitspielerin und Schöpferin".

Ihr Markenzeichen ist die No Look Malerei, d.h. sie schaut während des Malens nur auf das Modell und überträgt das Gesehene spontan auf die Leinwand. Somit tauchen neue Räume auf und werden sichtbar. "Ich eröffne innere Welten und andere Sichtweisen als der Verstand und das Tagesbewusstsein wahrnehmen können", betont die Malerin.


Auch ihre Schüler hält sie an sich während dem Malakt strikt auf das Modell zu konzentrieren. Falls dies nicht gelingt werden ihnen nach der eingehenden Betrachtung des Models anschließend beim Malen die Augen verbunden, sodass sie nur das visuell Wahrgenommene auf die Leinwand umsetzen sollen.


Ihre Devise ist es "Bilder entstehen und wachsen zu lassen" und zwar präsent, kraftvoll und staunend, wann immer es gelingt. Es sei "ein Dialog, eine Spur, ein Ahnen und ein Danken". So entstehen besondere Aktzeichnungen, die zugleich innere Werte und Haltungen ausdrücken und Einblicke zulassen. Der menschliche Körper dehnt sich somit aus und zeige "Reisekarten seiner Seele, Gefühle und Befindlichkeiten".