Samstag, 31. Mai 2014

Kunstfenster Diessen Blog


Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Diessener Töpfermarkts. Neben den 150 Töpfern, die in den Seeanlagen ihre Keramikkunst ausstellen, gibt es wieder einen Diessener Keramikweg quer durch die Marktgemeinde Diessen mit acht Stationen in Werkstätten und Ateliers einiger Künstler und natürlich auch im Keramikmuseum Lösche. 

Zu diesem Anlaß öffnet auch das Kunstfenster Gensbaur seinen "Showroom" am Sonntag für Besucher. 
Das Kunstfenster Diessen hat zudem auch einen neuen, eigenen Blog :


Wer den interessanten Vortrag des Malers Martin Gensbaur im Studio Rose neulich verpasst haben sollte, der kann ihn nun auf der Blogseite nachlesen.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Künstler-Stammtisch-Raisting Blog


Der Künstler-Stammtisch-Raisting hat seit kurzem einen eigenen Kunstblog, der vom Objektkünstler Max Mirlach gestaltet und ins Leben gerufen wurde. Mit dem ersten Beitrag erhält man sogleich eine herzliche Einladung die kommende Gemeinschaftsausstellung der Raistinger Künstlergruppe mit dem Thema "WANDEL" im Juli im BVS-Bildungszentrum in Holzhausen am Ammersee zu besuchen. Darüberhinaus gewinnt man einen ersten, kleinen Einblick in die Arbeiten der teilnehmenden Künstler. Wir gratulieren !

Mittwoch, 28. Mai 2014

Privatgalerie Karl Hammer - Finissage


Finissage

Meine Pappenheimer

Mittwoch, den 28.5.2014 
15 - 18 Uhr
 

Die farbenfrohe Ausstellung des renommierten Kunsthistorikers Dr. Hajo Düchting in der Privatgalerie Karl Hammer in Aidenried geht heute leider zu Ende. Mit seinem profunden Farbwissen eröffnet der Künstler mit ungewöhlich neuen Farbaufträgen und einzigartigen Farbverläufen den Besuchern neue Farbräume. Neben seiner Malerei präsentiert Hajo Düchting ansprechende Kunstobjekte, die er aus leuchtend bunten, einfarbigen Farbblättern zusammengesetzt hat.


Die sehr geschmackvoll gestalteten Farbaufträge auf Pappkarton, die der Maler liebevoll als seine "Pappenheimer" bezeichnet, beinhalten zum Teil als Collage auch kleine Bild- und Textbotschaften. So lernt man mitunter an einem für den Künstler typischen Streifenbild, dass Blau eine herbe Farbe ist und wie man diese Textbotschaft künstlerisch in Farbe umsetzt.

Blau ist eine herbe Farbe - Hajo Düchting
Für jeden Farbgeschmack ist in der Ausstellung etwas dabei. Man erfreut sich an den großen Blockstreifenbildern, die nicht nur im Titel gute Gefühle ausdrücken. Bei den kleinformatigen Arbeiten ist man erstaunt welch schöne Farbkombinationen eigentlich möglich sind und ist angetan von der großen Bandbreite an Farbmustern mit dem der Künstler es meisterlich versteht beim Betrachter umgehend ein emotionales Wohlbefinden auszulösen.

Allein eine solche Vielfalt an ausdrucksvollen Klangfarbenkombinationen gesehen zu haben ist schon ein Wohlgefühl für das Auge und ein Glücksgefühl für das Herz, sodass die Ausstellung als gefühltes Farberlebnis dem Besucher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Vier ausgewählte Pappenheimer - Hajo Düchting

Privatgalerie Karl Hammer
Rauhäckerstraße 11
82396 Aidenried

Freitag, 23. Mai 2014

Künstlerkreis Ammersee - Herrsching


Jahresausstellung 2014
vom 24.5. - 5.6.2014 

Wasserturm der Beamtenfachhochschule
Rauscher Straße 10
82211 Herrsching

Donnerstag, 22. Mai 2014

ausstellwerk huglfing



Jürgen O. Olbrich
 > 1/5 der Welt fehlt <

9. - 25.5.2014

Dank des großen Engagements des Vereins ausstellwerk huglfing e.V. unter Vorsitz von Herrn Thorsten Fuhrmann kam die Ausstellung "1/5 der Welt fehlt" des Kasseler Künstlers Jürgen O. Olbrich zunächst nach Huglfing bevor es in Zürich gezeigt wird.

In seiner Arbeit unter dem Titel "Paper Police" sammelt der Künstler Olbrich seit 1989 gezielt aus Papiercontainern interessante Drucksachen. So entstand u.a. ein Archiv aus weggeworfenen Ansichtskarten, denen man zuvor das Eck mit der Briefmarke entnommen hat.

 
Postkarten wurden in den 70er Jahren noch gerne gesammelt, da damals die eigene, analoge Urlaubsaufnahme oftmals nicht so perfekt gelang und gleichsam teurer kam. Besonders alte Ansichtskarten bieten zudem eine nostalgische Momentaufnahmen der Welt oder eines vergänglichen Motivs zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt.


Somit rettet Jürgen Olbrich mit seiner Kunst Vierfünftel der Ansicht der Welt aus vergangenen Tagen. Als Besucher versucht man Stadt- und Strandszenen zu erraten, wo die betreffende Postkarte einst aufgenommen worden sein könnte. Es entsteht damit eine innere Interaktion über die Postkarten hinaus, die in einem künstlerischen Kontext gestellt werden, mit den Beweggründen des Sammelns des Künstlers. Am Eingang erhält jeder Besucher eine Postkarte, die er nach seinem Belieben ins Postkartendomino einreihen kann und somit die Möglichkeit an der Darbietung im Stellwerk aktiv teilzunehmen und sie mitzugestalten.


So freut man sich wenn man den Gänselieselbrunnen auf dem Rathausplatz in Göttingen erkennt und damit eigene Erinnerungen hochkommen. Manchmal verzweifelt man aber auch über einige Ansichten und fragt sich wo sie eigentlich aufgenommen wurden und ob sie heute noch so existieren.


Der Frage nachzugehen welche Botschaften die ausgestellten Postkarten auf der Rückseite verbergen wäre hierbei eine schöne Idee für eine weitere Ausstellung.

Die gelungene Ausstellung ist nur noch bis zum 25.5.2014 zu sehen.


Weilheimer Str. 30
82386 Huglfing

Dienstag, 20. Mai 2014

Stadtmuseum Weilheim


Eva Schick - Anton Mangold
24.05.2014 - 29.06.2014

Eröffnung der Ausstellung :
Samstag, den 24.05.2014 um 11 Uhr

Begrüssung : Ranghild Thieler (Kulturreferentin)
Einführung : Dr. Joachim Heberlein (Kunsthistoriker)

Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1
82362 Weilheim
Di - So 10-17 Uhr, So 14-18 Uhr

Sonntag, 11. Mai 2014

5Blanks - MailART Call



Mailart Project
ANGELS & DEMONS 

deadline: 13-12-14
constantly updated documentation online :

Samstag, 10. Mai 2014

Studio Rose - Schondorf



NICHTORTE
Martin Gensbauer

3. - 11. Mai
Sa./So. 14-18 Uhr

Sonntag, 11. Mai, 11 Uhr
Matinee mit Vortrag und Künstlergespräch

Der Dießener Maler Martin Gensbaur zeigt  noch an diesem Wochenende eine Auswahl seiner Bilder zum Thema „Nichtorte“ im Studio Rose in Schondorf. Zum Abschluss der Ausstellung lädt er am Sonntag, dem 11. Mai um 11 Uhr im Rahmen einer Matinee zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch ein.

Den Besuch einer Ausstellung des kanadischen Künstlers Jeff Wall in der Münchner Pinakothek der Moderne nimmt er zum Anlass für eine Reflexion über seine in Schondorf ausgestellten Arbeiten.  Zunächst stellt er die Frage nach dem Medium Malerei im Zeitalter des digitalen Bildes. Innerhalb einer chronologischen Abfolge ordnet der Kunsthistoriker Hans Belting die Arbeiten Jeff Walls zwischen dem Film und der Fotografie ein, welche die Malerei abgelöst hatte, schon lange. Malerei dürfte es demnach eigentlich nicht mehr geben.

Der Kunsthistoriker Hans Belting und der Anthropologe Marc Augè befassen sich mit dem „Blick einer Ethnologie des Nahen“, mit dem Wandel unserer Lebensräume. Laut Augé bringt die Übermoderne „Nicht-Orte“ hervor. Stadtplaner, Architekten, Künstler und Schriftsteller sind nach dessen Auffassung möglicherweise dazu  „verdammt“, nach deren Schönheit zu suchen. Der Maler Gensbaur sieht in manchen  seiner eigenen Bilder eine Verbindung zu dem Thema und stellt zugleich eine Nähe seiner Sehweise zur zeitgenössischen Fotografie fest. Das erklärt den Titel der Ausstellung.

Doch will er sich auf den „Nichtort“ nicht festlegen. Im vergangenen Jahr thematisierte er mit seiner Ausstellung „Genius loci“ besondere Orte und auch auf den soeben zu Ende gegangenen Dießener Ateliertagen zeigte Gensbaur Anderes. Er malt direkt vor dem Motiv, ein auf den ersten Blick völlig anachronistisches Verfahren der Bildherstellung, das in jüngster Zeit jedoch auch für den englischen Maler David Hockney  an Bedeutung gewonnen hat. Gensbaur baut seine Staffelei schon mal hoch über dem Walchensee auf, an einem Ort, der in der Kunstgeschichte von Lovis Corinth besetzt ist.  Durch Zufall stößt er auf eine Ausstellung des Gerhard-Richter-Schülers Axel Kasseböhmer in der Berliner Galerie Sprüth-Magers mit dem Titel „100 x Walchensee“. Der vermutlich völlig abwegige Spleen, sich auf Spurensuche an den Ort eines 100 Jahre Älteren zu begeben, interessiert auch andere Zeitgenossen. Eine direkte Gegenüberstellung der drei Maler wirft die Frage nach der Verortung der in Schondorf gezeigten Arbeiten im Kontext der zeitgenössischen Kunst jedoch erneut auf.     

Informationen unter: 

Montag, 5. Mai 2014

Diessener Ateliertage I

Der Kunsthistoriker, Kunstdozent und Maler 


"La peinture est une poésie muette et la poésie une peinture parlante."
- Marie-Phillippe Commetti

Zu den ersten Diessener Ateliertagen eröffnete uns der renommierte Kunsthistoriker Hajo Düchting einen spannenden Einblick in sein künstlerisches Schaffen. In seinem Atelier konnte man zunächst seine über 100 Fachbücher bewundern, die der Kunstdozent über Künstler wie u.a. Picasso, Paul Klee, Jan Vermeer, Wassily Kandinsky und Franz Marc geschrieben hat. Manche seiner Bildbände sind bereits längst vergriffen und somit wahre Raritäten. Nicht nur im Kunststudium sind seine Ausgaben wie "Licht und Schatten" und "Bildkomposition" sehr geschätzt, seine Fachbücher wie "Farbrausch" und "Bildraum" werden auch in der Werbewelt gerne gelesen. 


So erhielten wir beim Atelierbesuch nähere Informationen über die Farbenlehre anhand von Paul Klees Elementarstern der farbigen Ebene und konnten uns über die notwendigen Mischverhältnisse direkt mit dem Künstler austauschen, der seine Farbpigmente noch sehr sorgsam von Hand mischt.


Der Maler Hajo Düchting ordnet Farbblöcke zu Farbstreifen. Seine Kunst ist es durch immer neuere Farbreihen neue Farbwelten zu kreieren. Als Betrachter ist man dem Farbforscher Hajo Düchting dankbar, dass man seine neuartigen Farbmischungen und Anordnungen von Farbverläufen zu Streifenbildern sehen und auf sich wirken lassen darf. Interessant waren zudem großformatige Farbfahnen, die ohne Rahmen aufgespannt präsentiert wurden.


Die aktuelle Ausstellung des Künstlers findet parallel in der Privatgalerie Karl Hammer in Aidenried statt. Der Titel der Ausstellung "Meine Pappenheimer" ist zwar dem Schillerzitat entlehnt aber man nimmt es dem Farbkenner Hajo Düchting gerne ab, dass er als Künstler seinen meisterhaften Farbauftrag auf kleine Pappkartons besser kennt wie kein anderer. Denn als Maler versteht es Hajo Düchting seine Malerei mit Poesie so zu vereinen, dass weder seine Bilder stumm bleiben noch dass seine Poesie konkret lautmalerisch wird.

Sonntag, 4. Mai 2014

Kunstfenster Dießen


Hofmark 13
86911 Dießen am Ammersee

Im Rahmen der ersten Dießener Ateliertage eröffnete das Kunstfenster Gensbaur in Dießen am Ammersee. Zwei bis dreimal im Jahr sollen hier Ausstellungen, Vorträge und offene Werkstattgespräche stattfinden, zu denen die Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Gensbaur und der Maler Martin Gensbaur einladen. Den Auftakt macht der Gastgeber selbst mit aktuellen Ölbildern, Gouachen und Fresken

 

Korrespondierend zur Ausstellung „Nichtorte“ im Studio Rose in Schondorf, finden die Besucher der Ateliertage in der Werkstatt Martin Gensbaurs Bilder, die zur Reihe seiner Arbeiten zum Thema „Genius loci“ gehören.

Wir wünschen dem Künstlerpaar Gensbaur viel Erfolg und viele Besucher und dem kunstinteressierten Publikum viele sehenswerte Ausstellungen im Kunstfenster Gensbaur.

Öffnungszeiten während der Dießener Ateliertage:
Sa. und So. 14 bis 18 Uhr

Donnerstag, 1. Mai 2014

1. Diessener Ateliertage

Atelier Stellwerk - Annunciata Foresti


1. Diessener Ateliertage
1. 3. und 4. Mai 
14 bis 18 Uhr
 Zum ersten Mal öffnen
Diessener Künstler
Ihre Werkräume und Ateliers
für interessierte Besucher
 

Mittwoch, 23. April 2014

Fotografie

A-Zspitze - Maurice Küsel (2014)
Passend zum vorangegangenen Thema Spiegelwelten, eine wunderschöne Aufnahme des Eresinger Fotografen Maurice Küsel. Eine perfekte Reflexion der Bergkette von der Alpspitze bis zur Zugspitze. Wenn man die Augen ein wenig zukneift könnte man meinen es handle sich um ein Seismogramm, das die Faltung der Alpen gleich mitbeschreibt.

Zankenhausen im Winter - Maurice Küsel (2014)
Im Frühtau gewährt uns der Fotograf einen traumhaften Blick über Zankenhausen bei Türkenfeld auf den Ammersee, hinüber nach Kloster Andechs und auf das großartige Alpenpanorama. Wahrlich eine reine Postkartenidylle.

Alle Bildrechte : Maurice Küsel

Dienstag, 22. April 2014

art activities - Huglfing

1/5 der Welt fehlt (Erdfunkstelle Raisting) - Jürgen O. Olbrich

1/5 der Welt fehlt


Näheres über die geplante Ausstellung im Mai im Stellwerk Huglfing mit Werken des Medienkünstlers, Mail- und Konzeptartist Jürgen O. Olbrich (Vorstandsmitglied des Kasseler Kunstvereins), der 1987 an der documenta 8 teilnahm, erfahren Sie auf der neuen facebook-Seite der art activities kunstagentur oder direkt von Thorsten Fuhrmann, der jeden Donnerstag sein Büro und Atelier in Huglfing als Schauraum für Besucher öffnet. 

Zur Zeit präsentiert Thomas Fuhrmann Arbeiten von Juri Gik, Brigitte Kirchner, Ilka Niederfeld, Wolf Schindler und von sich. Vor ihrem Besuch empfiehlt sich eine Anmeldung per Email oder Telefon.

 
Thorsten Fuhrmann M.A.
  
Thorsten Fuhrmann M.A.
Bachstr. 17
82386 Huglfing

Montag, 21. April 2014

Schmiedekunst

METALART

Über den gebürtigen Schongauer Kunstschmied Berndt Schweizer, der seit Anfang der 70er Jahre seine eigene Werkstatt und die dazugehörige Werkstattgalerie in Peissenberg betreibt, gibt es seit neuestem ein sehenswertes Videoporträt von Dagmar Neumann.  

METALART nennt der ausgebildete Kunstschmied und diplomierte Designer seine Kunst und gestaltet neben Kunstskulpturen, Bronzearbeiten und Mosaikkunst auch dekorative Metallgegenstände für den Garten, Windspiele, Solarlampen bis hin zu kleineren Schmuckarbeiten. Darüberhinaus entwirft und realisiert der Künstler zeitlose Schmiedearbeiten im Jugendstil und ist auch in der Denkmalpflege tätig. So restaurierte er u.a. die Balkone von Schloss Linderhof. Bekannt dürfte er aber mit seinem Barbara-Brunnen auf dem Kirchplatz in Peissenberg sein.

St. Barbara in Peissenberg-Wörth

Ein Torbogen aus Schmiedebronze, aus dem Wasserstrahlen einen "Vorhang der Reinigung" bilden, der zudem mit zwölf Blöcken kreisförmig umgeben ist. In Anlehnung an die Bergpredigt drückt Berndt Schweizer damit künstlerisch den "Weg des Lebens" und zugleich den "Lauf der Zeit" eindrucksvoll aus.


Barbara-Brunnen von Berndt Schweizer

Im Künstlerporträt auf YouTube von Dagmar Neumann mit dem Titel "Poesie aus Stahl" spricht der Künstler über seine Lieblingsskulptur "Liebe", die er als Auftragsarbeit zu Khalil Gibrans Text "Über die Ehe" gestaltet hat.

https://www.youtube.com/watch?v=0R3yDNHLBjk


Weitere sehenswerte Links über Berndt Schweizer:

Samstag, 19. April 2014

Stadtmuseum Weilheim



EiPott
Eierbecher aus einer Weilheimer Privatsammlung

12.4. - 18.5.2014


Die Privatsammlung von Edeltraud und Christian Hörter umfasst insgesamt 3000 Eierbecher. Im Stadtmuseum werden Eierbecher von der Zeit des Biedermeier bis ins Jahr 2000 auf eine liebevolle Art präsentiert. War der Eierbecher vorerst noch ein Accessoire der höfischen und gehobenen bürgerlichen Kultur, so eroberte er im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts die Tische aller Bevölkerungsschichten.


Eierbecher wurden in allen möglichen Materialien und unzähligen Dekorationsvarianten und Erscheinungsformen hergestellt. Sie wurden aus Silber mit gravierten Inschriften als Taufgeschenke verschenkt, von Künstlern und Designern gestaltet oder als Andenken und Mitbringsel verkauft.


Auf den adeligen und großbürgerlichen Tisch hingegen kamen sie als Sets mit Tablett, Warmhalteschalen und Salz- und Pfefferstreuern.


Auf Ihren Besuch im Museum freut sich

Das Museumsteam
Dr. Tobias Güthner, Renata Nemitz, Cornelia Leidolph, Martin Albert

Marienplatz 1
82362 Weilheim
 

Sonntag, 13. April 2014

Kulturhaus Otto Hellmeier - Raisting


Peter Gottschalk
 Fotografien

 5. April bis 29. Juni 2014 
Sa und So 11 -16 Uhr


Im Otto Hellmeier Kulturhaus in Raisting wurde letzte Woche die Ausstellung "Spiegelwelten" mit den Fotografien von Peter Gottschalk vom Museumsleiter Helmuth Hager und der Laudatorin und Keramikkünstlerin Christiane Burger ( Künstlerstammtisch Raisting ) eröffnet.

Museumsleiter Helmuth Hager, Laudatorin Christiane Burger, Fotograf Peter Gottschalk

Der Künstler Peter Gottschalk bezeichnet sich selbst als "Fotografiker" und präsentiert neben einer ganzen Reihe von interessanten Naturaufnahmen auch eine Videoshow im Parterre des Kulturhauses. In all seinen Fotografien legt der Fotograf besonderen Wert auf eine übernatürliche, gestochen-scharfe Symmetrie. 
Vorab ist es für den Besucher wichtig zu wissen, dass der Fotograf Gottschalk ein passionierter Bogenschütze ist. Seine Aufnahmen zeugen daher von einer inneren Ruhe und einem meditativen Aspekt. Peter Gottschalk schießt im wahrsten Sinne des Wortes seine Bilder. So erhält ein Stück treibendes Holz im See durch die Reflexion im Wasser die Kontur eines Fisches, Wales oder Krokodils. Man könnte sogar sagen der Fotograf entzweit durch seinen getroffen-scharfen Schnappschuss das Bild.


Als Betrachter ist man daher hin und hergerissen, ob das Gesehene Bild oder Abbild der Realität ist. So schaut man von außen in ein Fast Food Restaurant und entdeckt zugleich am spiegelnden Schaufenster die darin reflektierte Straßenszene. Die Außen- und Innenwelt verschmelzen sozusagen in seinen Fotografien. Es sind nicht nur Spiegelwelten sondern vielmehr Zwillingswelten, die aufgedeckt werden und somit verschiedenste Assoziationen auslösen. So sieht man eine Himmelsleiter in einer ästhetischen V-Form, entdeckt siamesische Baumverästelungen und Naturspiegelungen, die die Fantasie anregen und zum längeren, kontemplativen Verweilem vor dem Bild einladen. 

Es ist eine gelungene Ausstellung, da es eine zeitgemäße Weiterentwicklung der digitalen Fotokunst in Verbindung mit dem grafischen Ausdruck darstellt. Das obige Plakat der Ausstellung kann man gegen eine kleine Spende für einen karitativen Zweck erwerben.

 Kulturhaus Otto Hellmeier 
Wielenbacher Str.13
 82399 Raisting


Donnerstag, 10. April 2014

Galerie skulptur pur - Garmisch-Partenkirchen


Skulptur und Fotokunst

12.4. -14.6.2014


Vernissage 
Sa., den  12.4.2014 um 18 Uhr

 Öffnungszeiten
Di und Do 18 - 20 Uhr
Sa 10 - 12 Uhr

galerie skulptur pur
st. martin-str. 6
82467 Garmisch-Partenkirchen 

Samstag, 5. April 2014

Stadtmuseum Weilheim



Die Poesie der Schilder

Gemeinschaftsausstellung

8.3. bis 6.4.2014

Der österreichische Philosoph Ludwig Wittgenstein behauptete einst, dass ein Schild seine Bedeutung verlieren würde sobald es aus dem Verkehr gezogen wird und begründete damit seine Gebrauchstheorie der Bedeutung. Genau das wird nun in Weilheim widerlegt. Dank dem Kunstsponsoring der Firma Bremiker bekamen eben ausgemusterte Verkehrsschilder eine neue, künstlerische Bedeutung.


Als Besucher wird man im ersten Moment an die Lithografien von Sugai Kumi erinnert. An grafische Piktogramme mit neuartigen Botschaften, die es zu entziffern gilt. Es handelt sich um sehr originelle Arbeiten von Marinus Wirtl, die Schiebespielen gleichkommen.


Marinus Wirtl
Manche Künstler nehmen die ursprüngliche Botschaft der Verkehrsschilder auf, verstärken oder verfremden sie aber in einer höchst kreativen Art und Weise. 

Max Mirlach


Irene Orecher

Andere Künstler hingegen fügen ihre unverkennbar eigene Interpretation in die Schilder ein. So karikiert der Maler Jos Huber Verkehrsrowdies, die wörtlich genommen mit einem Brett vor dem Kopf und sich ins Lenkrad verbeißend dem Geschwindigkeitsrausch hingeben oder gar wie ein aufgeblasener Affe um die eigene Vorfahrt protzen.


Jos Huber

Zu sehen sind interessante Verkehrsschilder, die von Max Mirlach zu kinetischen Kunstobjekten umfunktioniert wurden, worauf nun die Pfeile fröhlich entgegen dem Kreisverkehr tanzen.

Max Mirlach

Da man eine weltweit vergleichbare Dichte an Schildern bisher nur auf dem Berg Pico de Ibiturana in der Nähe der brasilianischen Stadt Governador Valadares finden kann, sollte man sich die Ausstellung im Weilheimer Stadtmuseum nicht entgehen lassen. Hierbei handelt es sich nämlich um hochkarätige Schilderkunst, die zum einen einen passenden Rahmen gefunden hat und zum anderen die Fantasie spielerisch anregt.


Reinhard Giebelhausen




Die Gemeinschaftsausstellung des Kunstforum Weilheim ist leider nur noch bis Sonntag zu sehen.


Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 10:00 - 17:00 Uhr

So. 14:00 bis 17:00 Uhr

 


Stadtmuseum Weilheim

Marienplatz 1, 82362 Weilheim in Oberbayern