Montag, 16. März 2015

Pastellporträt

Me, Myself and I - Cemal Amac (2012)

Manchmal ist man sich im Leben selbst ein Rätsel. Im gesetzten Alter steht das Leib-Seele-Problem noch stärker im Vordergrund, den der Weilheimer Künstler Cemal Amac in einem stark verfremdeten Selbstporträt ausdrückt. Die Frage nach dem "Wer bin i(ch) ?" wird durch eine enigmatische Dreideutigkeit der eigenen Person mit dem Bildtitel "Me, Myself and I" beantwortet. Schemenhaft erkennt man einen Menschenkopf, der das "Tüpfelchen auf dem i" auf der Suche nach dem eigenen Ich gefunden hat und den Daumen hochhält. Eine optimistische Geste.

Das Porträt ist aber kein Puzzle, sondern Abbild der tatsächlichen Lebensbefindlichkeit als Tetrisbild, worin die Person als Produkt der auf ihn - bildlich gesprochen - spontan zufallenden Umstände dargestellt wird, die sie fortwährend versucht zu meistern und die sie aber zwangsläufig prägen. Die Persönlichkeit wird also als plastische Verformung des Selbst durch die aktuell gegebenen Lebensumstände verstanden. Im Selbstporträt passt sich die Person förmlich an neue Farbkonturen seiner Umgebung an und nimmt so unfreiwillig neue Gestalten an. Es bleibt die Erkenntnis, dass ein einziges, neues Ereignis das Selbstbildnis wiederum völlig verändern könnte.

Sonntag, 15. März 2015

Freitag, 13. März 2015

Städtebau

Brasilia´92 - Turgay Amac (1992)
Ein Blick auf Brasilia, die vom brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer, Städteplaner Lucio Costa und Gartenbauer Burle Marx auf dem Reißbrett in Form eines Flugzeugs entworfene Haupststadt Brasiliens.
   In meiner einstigen Aufnahme sieht man den Blick auf die sog. Eixo Monumental, die monumentale Hauptachse der Stadt. Also auf den Flugzeugrumpf bis hinauf in die Cockpitspitze, wo man das Parlamentsgebäude gerade noch als Zwillingsturm erkennt. Das Parlament wird flankiert von den blockförmigen Ministerien, wobei man bei genauerem Hinsehen rechts die berühmte Kathedrale von Brasilia entdeckt, die als Marienkrone aber sogleich auch als Dornenkrone Christi, Blüte oder als betende Hände interpretiert werden kann. Die statische Berechnung der Kathedrale selbst ist ein Meisterwerk von Joaquim Cardoso.

Die Mittelachse bildet den Übergang zu den Wohngebieten in den Flügeln, wobei zentral zwei riesige Einkaufszentren und verschiedene Hotelkomplexe gebaut wurden. Der zentral angelegte Verkehrsknotenpunkt wirkt wie ein überdimensionales, vierblättriges Kleeblatt und ist umgeben vom Stadtpark, die eine Brunnenanlage, angelegt als Teich mit künstlichen amazonischen Seerosen mit Fontänenspiel, miteinschließt. 
   Es ist sozusagen ein Blick in den Schaltkreis einer Hauptstadt, die reduziert als "Motherboard" die Struktur und Funktion für alle anderen Städte vorzugeben scheint. Diese Grundidee findet man auch in der Anlage der ETH in Zürich-Hönggerberg wieder, wobei hier die einzelnen Fakultäten wie gigantische, elektronische Einzelbauteile ineinandergreifen und somit die Verbundenheit und Einheit der Universität visuell unterstreichen.
   Obwohl Brasilia einst als Retortenstadt zunächst befremdlich wirkte, ist sie heute zu einer prächtigen Hauptstadt herangereift in der man gerne wohnt.

Montag, 9. März 2015

Abtei Venio

33 x Walchensee - Martin Gensbaur


URFELD
16. Januar bis 20. April 2015

Gartensaal der Abtei Venio
Döllingerstr. 32
80639 München- Nymphenburg

Sonntag, 8. März 2015

14. Int. Syrlin Kunstpreis 2015

Reinhard Giebelhausen

14. Int. Syrlin Kunstpreis 2015

Herzlichen Glückwunsch
zum 2. Preis in der Kategorie
Digitales Gestalten
an Herrn 
Vorsitzender des Kunstforum Weilheim !

Samstag, 7. März 2015

Bronzeskulptur

Aufschwung - Harald Froschmaier
Vom Obersöcheringer Künstler Harald Froschmaier stammt die kleine Bronzeskulptur mit dem Titel "Aufschwung", die bereits 2012 in der Galerie auf Zeit in Weilheim zu sehen war. Man sieht einen vom Wind zerzausten Mann im zerfledderten Mantel, der sich einst warm anziehen musste und sich nur dank des Rückenwinds auf den Beinen halten kann. Eine künstlerische Allegorie auf das beschwerliche Leben, die der Bildhauer bei den Inuit in Alaska gelernt hat, wo er zunächst mit dem Holzschnitzen begann. Seit 2007 beschäftigt sich der Bildhauer, der Mitglied derMurnauer Künstlervereinigung Tusculum ist, mit der Bronzebearbeitung und dem Bronzeguss. So entstanden über die Jahre weitere kleine Bronzeskulpturen, in denen sich die Figuren "durchs Leben boxen" oder gar "mit dem Kopf durch die Wand gehen". "Ecce Homo" heisst deshalb auch eine seiner Figuren, das als Motiv in seiner Bildhauerkunst auch für eine ganze Reihe seiner Bronze- und Specksteinskulpturen stehen könnte.

Alle Bild- und Werkrechte : Harald Froschmaier

Freitag, 6. März 2015

Studio Rose



STERNBERG  FORESTI  BLANK
7./8. März 2015, 14 - 18 Uhr

Studio Rose
Schondorf


Sehr gespannt war man auf die Vernissage der drei "West Coast Künstler" vom Ammersee, weil sie bereits in gleicher Besetzung im letzten Jahr im Studio Rose sich bereits diesen gemeinsamen Namen gemacht  haben, um zu erfahren wie die Künstler sich weiterentwickelt haben. Und man muss sagen, dass nach der erfolgreichen Premiere das Motto "Never change a winning team" nun auch in der Kunstszene Geltung bekommt und man dabei auch die Hängung beibehalten kann, zumal wenn der künstlerische Fortschritt so rasant verläuft. 


Zum Titel der Gemeinschaftsausstellung "Strukturen und Texturen in der Malerei und Fotografie" präsentiert die Diessener Malerin Annunciata Foresti Acrlybilder, die man als "textile Malerei" bezeichnet hat. Sie verwebt mit Farben in langwieriger Handarbeit die Leinwand so, dass neue außergewöhnliche Textilmuster entstehen. Man ist zunächst verblüfft, dass es sich dabei nicht um grobgestrickte Wolle handelt. Daneben zeigt sie ihre typischen kleinformatigen Arbeiten, wofür sie bekannt ist, aber diesmal als Media Mix, in dem mikroskopisch kleine Strukturen makroskopisch und makroskopisch große Objekte mikroskopisch dargestellt sind.

Flankiert werden ihre Kunstwerke von den Fotografien des Fotokünstlers Jürgen Oliver Blank, dessen schwarzweiß Aufnahmen diesmal mit minimalem Einsatz von Primärfarben aufgelockert und aufgewertet werden. Er schafft es einer Still-life Aufnahme durch ein oder zwei Farbtupfer oder durch digitale Verwischungen Leben, Dynamik und Spannung einzuhauchen. Es sind poetische wie skurile Bilder dabei, die wie gewohnt durch ihre Bildtitel wie "garden of good and evil" oder "silent scream" an Kraft und Ausdruck gewinnen. Die Fotografien sind Introversionen und drücken immer einen Gemütszustand bildlich aus. Gesehen haben muss man dabei das Bild "hell" im Original, denn darin wird etwas ausgedrückt wovon man nicht sprechen kann, wie es Wittgenstein ausdrücken würde.


Last but not least muss man dem Uttinger Fotografen Harry Sternberg auch ein ganz großes Kompliment für seine diesjährigen Bilder aussprechen. Besonders erfreulich ist es auch für den Kunstliebhaber zu sehen, dass der Fotograf selbst von der Qualität seiner Kunst überzeugt ist und somit stolz ist seine Werke in Schondorf zu zeigen, wohl wissend dass sie beim Publikum sehr gut ankommen werden. Allein in der Vernissagenacht haben sich manche seiner Werke wirklich mehrere rote Punkte verdient.


Harry Sternberg beweist nicht nur Geschmack in der Aufnahme einzigartiger Bilder, sondern auch in deren praktischer Umsetzung und neuartiger Präsentation. Die Wirkung der großartigen Fotografien wird nämlich dadurch verstärkt, dass sie auf gebürstetem Aluminiumhintergrund gedruckt wurden. So kommen der seidige Glanz und die fröhlichen Muster von farbig-anliegenden Stoffbahnen metallisch noch wertvoller herüber. Die aufgetürmten Sanddünen sehen sogar aus wie feinster Goldstaub. So gewinnen einerseits die Kunstwerke an materiellem und immateriellem Wert, andererseits verstärkt der Hintergrund aber auch die Dreidimensionaliät der abgebildeten Objekte. Wenn man vor seinen Aufnahmen von Blättern oder Knöpfen steht, meint man sogar sie wären Hologramme.

Die Ausstellung ist höchst sehenswert und man sollte sich dafür unbedingt die Zeit nehmen, denn sie geht leider am kommenden Sonntag bereits zu Ende. Zum Glück wird sie aber fortgestetzt, im Jahr 2017 !

Donnerstag, 5. März 2015

MailArt Murnau

worldartatlas - Thorsten Fuhrmann







„Was ist eigentlich Mail Art?“


Donnerstag, 12. März 2015

19.00 – 20.30 Uhr Kurszentrum VHS Murnau

Dr.-Friedrich-u.-Ilse-Erhard- Str. 3, 
Murnau
Kostenfrei ! 






Der Kunsthistoriker und Kurator Thorsten Fuhrmann bemüht sich seit langem die MailArt in Oberbayern noch bekannter zu machen, denn sie ist ein effizientes Mittel um die eigene, künstlerische Kreativität spontan zu steigern. Als Vorstand des ausstellwerks Huglfing hat er bereits einige MailArt-Ausstellung, wie die des renommierten Kasseler Künstlers Jürgen O. Olbrich erfolgreich organisiert und durchgeführt, mehrere eigene MailArt Projekte initiiert und auch junge Künstler dazu gebracht ihr Kunstabitur mit diesem Schwerpunkt abzuschließen. 


Bei der MailArt geht es nicht nur um Kreativitätstechniken, die die eigene Ideengenerierung fördern, sondern vielmehr darum die Freude an der Kunst mit anderen Künstlern zu teilen und somit künstlerische Freundschaften einzugehen. Eben so eine einmalige Gelegenheit ergibt sich nun am kommenden Donnerstag in Murnau, um die MailArt und Thorsten Fuhrmann als Künstler persönlich kennenzulernen, der neben seiner Kunstagentur art activities in diesem Jahr auch die Sommerakademie Huglfing ins Leben rief.

Dienstag, 3. März 2015

Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz


Verdichtung und Auflösung
5.3. - 25.4.2015

Vernissage am 4.3.2015 um 19 Uhr
Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz

"Verdichtung und Auflösung" so nennt Andrea Kreipe ihre Ausstellung und man denkt an den Kreislauf der Natur, das Werden und Vergehen alles Lebendigen. Nah an der Natur lebt und arbeitet die Künstlerin tatsächlich, und ihre skulpturalen Gebilde wie auch viele der von ihr in grafischen Arbeiten verwendeten Strukturen sind von den Formen der Natur inspiriert.


Windobjekt Elon - Andrea Kreipe (2015)

Ihr Windobjekt "ELON" verdankt sich dem gleichnamigen Sturmtief im Januar 2015: Aus den Teilen eines umgerissenen Baumes entstand eine Art Astgerippe, in dem die Phantasie eine Tier- oder Pflanzenform zu erkennen vermag, mit organisch-elegantem Schwung im Umriss, fein verästelt im Detail."

- Maja Grassinger
   Präsidentin, Münchner Künstlerhaus



Katalog der Ausstellung

Liebe Freunde der Kunst,

hiermit ergeht eine freundliche Einladung zur Vernissage  meiner Ausstellung im Künstlerhaus München, 
ich freue mich auf Euer Kommen !

Herzliche Grüße

Montag, 2. März 2015

WeilKunst Blog

Bild von Gabriele Münter, "Das Russen-Haus" (1931) - Städt. Galerie im Lenbachhaus, München

Sonntag, 1. März 2015

Stadtmuseum Weilheim

Huitzilopochtli - Marinus Wirtl

Positionen
Bildhauerarbeiten
28.2 - 29.3.2015

Gemeinschaftsausstellung

Das Stadmuseum Weilheim zeigt diesmal ausschließlich Skulpturen professioneller Bildhauer, die Mitglied im Kunstforum Weilheim sind. Mit der originellen Büste des Huitzilopochtli, dem mythologischen Kriegs- und Sonnengott der Azteken, des Schongauer Bildhauers Marinus Wirtl kommt dank der Mithilfe der Kulturreferentin Ragnhild Thieler und des Musemsdirektors Dr. Tobias Güthner die "Junge Kunst zu den Alten Meistern". 


Der wiedergewählte Vorsitzende des Kunstvereins Reinhard Giebelhausen fasste die Ausstellung, die von den Künstlerinnen Beate Oehmann und Brigitte Kirchner kuratiert wird, wieder in einer gewohnt kurzweiligen Einführungsrede zusammen, die beinahe alle Titel der ausgestellten Objekte beinhaltete. So wird es nun wohl wie folgt Nachts im Stadtmuseum zugehen :

Das wird sicher nicht einfach, stellen Sie sich vor :
da kommt ein betonschweres Exozentrikum hereingepoltert,
verschreckt kauert sich der Alabaster auf einem Sockel,
Harke und Schaufel gehen in Abwehrhaltung,
der Keilmann sagt: "ich bin auch stark"
"lasst uns kommunizieren" meinen die zwei am Fenster
"Sauhaufen", kläffen die Möpse
einer trägt noch schnell was weg
"Ist mir egal", denkt sich die Halbfigur
multicolore versprüht jede Menge Farbe
an der Wand tummeln sich Töchter des Fischers neben Nachtschwärmer
und Schutzschilden
von oben meldet sich Huitzliopochtli
der Alabaster hat sich hingelegt
"ich bin jetzt wieder geerdet" sagt einer
"Hauptsache ich liege weich" denkt sich das WolkenSchwein
"Ruhe bewahren, ich regel das", bestimmt das farbige Stellwerk


Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1
82362 Weilheim

Öffnungszeiten :
Di-Sa 10-17 Uhr
So 14-17 Uhr

Samstag, 28. Februar 2015

Porträtmalerei

Der Eresinger Maler

Wer die Ölbilder von Maurice Küsel auf der Inninger Kunstmesse im vergangenen Jahr gesehen hat, weiß von deren hohen, künstlerischen Qualität. Besonders die Porträts seiner eigenen jungen Töchter haben dem Publikum so gut gefallen, dass er nun zunehmend Auftragsarbeiten annimt. Im ersten Schritt lernt der Künstler die zu porträtierende Person persönlich kennen, setzt sie selbst in ein geeignetes Licht und schießt ein digitales Porträtfoto.


Danach nimmt sich der Maler geduldig und fleißig die Zeit vor der Staffelei und postet den Verlauf des Malens in tageweisen Abständen. Die Auftraggeber können somit den Fortgang und Ablauf des künstlerischen Schaffens schrittweise bis zum fertigen Bild mitverfolgen.




Wer hätte nicht gern ein solches, fröhliches Ölbild von seinen Liebsten als schöne Erinnerung oder als bleibendes Geschenk, das die Jahre überdauert ? Schön, dass die Porträtkunst auch in Zeiten der Multimedien noch geschätzt wird und dass es Künstler wie Maurice Küsel gibt, die sich dieser Kunst leidenschaftlich mit ruhiger Hand und dem ganzen Herzen widmen.

Portrait "Denise"; Öl auf Leinwand, 50 x 40cm, Auftragsarbeit - Maurice Küsel (2015)

Freitag, 27. Februar 2015

Kunstverein Gauting


Offene Gemesinschaftsausstellung
des Kunstverein Gauting e. V.

26.2. - 23.3.2015

Rathaus Gauting
Bahnhofsstr. 7, 82131 Gauting

Mo-Fr 9 - 12 Uhr 
Do 15 - 18 Uhr
So (8. und 11.3.) 11 - 13 Uhr

Montag, 23. Februar 2015

Digitalfotografie

Herbstlaub - Maurice Küsel (2014)
Als Maler beweist der Eresinger Künstler Maurice Küsel ein sehr feines Gespür für Formen, Farben und Überlagerungen. Diese Feinfühligkeit setzt er zudem in der Digitalfotografie um, wobei er seine Vorliebe für das kleinste Detail im gewählten Bildausschnitt glänzend zum Ausdruck bringt. Man erkennt bei der stimmungsvoll-professionellen Aufnahme sogleich, dass es sich hierbei um eine höchst gelungene, künstlerische Komposition handelt, die mit einem geschulten Auge eingefangen wurde. Die Natur wird im prächtigen Farbwandel hervorragend plakativ wiedergegeben.

http://mauricekuesel.jimdo.com/

Sonntag, 22. Februar 2015

Acrylmalerei

Roboter - Cemal Amac (2014)
Ein unbekanntes Wesen erforscht auf der Suche nach Wasser die Oberfläche eines grünen Planeten, schabt und legt saugend tieferliegende Bausteine und unbekannte Strukturen frei und entnimmt scheinbar kleine, kreisrunde Proben. Seine zentrale Gestalt erinnert entfernt an E.T. und es scheint auch ein kleines Herz zu besitzen. Ein ausgesprochen ausbalanciertes Acrylbild, das wie ein "Kandinsky" ein fröhliches Dasein beschreibt. Bei erneutem Betrachten zeigt es immer neue Facetten auf, wirkt farblich sehr heiter und wird damit nie langweilig. Ein abstraktes Kunstwerk, das es so noch nie zuvor gab und das auch nicht leicht zu kopieren wäre. 

Samstag, 21. Februar 2015

Studio Rose


Sehr geehrte Kunstfreunde,

wir laden Sie hiermit herzlich zur Vernissage am Freitag 27.02. um 19:30 Uhr

ins STUDIO ROSE in Schondorf am Ammersee ein : 

STERNBERG FORESTI BLANK

Strukturen und Texturen in der Malerei und Fotografie

In einer neuerlichen, gemeinsamen Ausstellung mit dem Titel "Strukturen und Texturen in der Malerei und Fotografie" kommen die Malerin Annunciata Foresti, der Fotograf Harry Sternberg und der Fotokünstler Jürgen Oliver Blank im Februar 2015 wieder im Studio Rose zusammen.

Die Diessener Malerin Annunciata Foresti reduziert in ihren Leinwandbilder bis zur bloßen Linie und geht in ihren „textilen“ Malereien verwobenen Strukturen auf den malerisch Grund. Es fällt schwer nicht die Hand auszustrecken, um diese unerhörte Plastizität und Stofflichkeit in ihrer ganzen Tiefe zu begreifen. Daneben zeigt sie aktuelle Arbeiten in Mix Media, Mikroaufnahmen der Natur, stille Bilder mit besonderer Ästhetik. 

Der Uttinger Fotograf Harry Sternberg geht der Frage des Gefüges, des inneren Aufbaus nach. Er stellt Formationen aus der Natur den Formationen des Alltäglichen, des Gewöhnlichen gegenüber. Es entstehen Bilder, die das Auge in Ihrer hyperrealen Anmutung fesseln, da man die großartige Schönheit der Natur, des Alltäglichen in dieser fotografischen Verdichtung und plastischen Wirkung noch nie zuvor bewusst gesehen hat.

Der Fotokünstler Jürgen Oliver Blank inszeniert aus Digitalfotografien "Bilder der inneren Erleuchtung", die dem Intellekt nicht auf Anhieb zugänglich sind. Sie stellen sinnentleerte Abbildungen dar, die somit virtuell auf eine transzendentale Ebene reduziert sind. Mal interpretiert er Schattenspiele als Geister, ungewöhnliche Motive als stumme Schreie, furchteinflößende Anblicke mit Angst und jagt zudem mit seinen außergewöhnlichen Bildtiteln dem Betrachter eine gehörige Gänsehaut ein.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Holzskulptur

Nike - Ludmilla Stepánek
Die Holzskulpturen der Hohenpeissenberger Künstlerin Ludmilla Stepánek strahlen eine fröhlich-spielerische Leichtigkeit aus und erinnern eher an Scherenschnitte. Ihre Darstellung der griechischen Siegesgöttin Nike, der sie eine Siegerkrone aufgesetzt hat, wirkt selbst wie eine Siegestrophäe. Die Holzoberfläche hat die Künstlerin, die Mitglied im Kunstverein Murnau ist, in einen gediegenen Schwarzton geflammt, wobei nun die Arbeit der kleinen Holzwürmer als natürliche Maserung hervortritt.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Fotokunst

Krisengebiet - Reinhard Giebelhausen

Die Auswirkung der gewaltigen Sonnenexplosion und der dadurch ausgelöste geomagnetische Sturm bewirken Krisen in der Welt, wobei man sich brennenden Fragen ausgesetzt fühlt, denen man nicht mehr ganz standhaft begegnen kann. Die Probleme häufen sich, türmen sich auf oder spitzen sich sogar zu.

Dieser Art des modernen Storytelling bedient sich der Weilheimer Fotokünstler Reinhard Giebelhausen, visualisiert in seinen Bildern explizites und implizites Wissen und gibt in seinen Bildtiteln eine Metapher zum Mitdenken auf.

Alle Bildrechte : Reinhard Giebelhausen

Montag, 16. Februar 2015

Kreative Malerei

All in my head - Cristina Blank (2012)

In der kleinen, feinen Galerie 5Blanks in Schondorf ist uns vor geraumer Zeit ein sehr interessantes Bild der Künstlerin Cristina Blank aufgefallen, das uns lange in Erinnerung geblieben ist. Mit "All in my head" stellt die Malerin, die letztes Jahr mit ihrer Herrschinger Künstlergruppe den Kulturförderpreis gewann, anschaulich und plastisch dar was sich im Kopf eines Künstlers abspielt. In den tieferliegenden Gehirnwindungen kreisen die Gedanken bis sie dynamisch immer konkretere, dreidimensionale Formen annehmen. Im geradezu topologisch wirkenden, künstlerischen Mind-Mapping wird sichtbar, wie eine Vorstellung langsam Gestalt annimmt und zum fertigen, runden Bild wird. Ein einzigartiges Künstlerprofil, das aus der Ferne auch als künstlerisches Auge interpretiert werden könnte, stellt visuell die Unruh des Kreativen als schwungvollen Kreislauf mit dem alles vernetzenden Gedankenfluss dar.

Alle Bildrechte : Cristina Blank

Sonntag, 15. Februar 2015

MailArt Murnau

Alle Bildrechte : Thorsten Fuhrmann

„Was ist eigentlich Mail Art?“


Donnerstag, 12. März 2015
9.00 – 20.30 Uhr Kurszentrum VHS Murnau
Dr.-Friedrich-u.-Ilse-Erhard- Str. 3, Murnau. 
Kostenfrei ! 

Mail Art, von ihrem Mitbegründer Ray Johnson auch Correspondence Art genannt, ist Kunst, die per Post verschickt wird, nach dem Grundprinzip: „No jury, no fee, no return, doc to all“. Der Reiz dieser Kunstwerke liegt in der Vielfalt. Mail Art ist offen für alle. Vom Mail Art-Aufruf zu bestimmten Themen, über Briefmarken und Stempel bis zu aufwändigen „assembling magazines“ ist Mail Art auch im Zeitalter der elektronischen Medien nicht obsolet. Thorsten Fuhrmann, der seit Anfang der 1980er Jahre in der Mail Art aktiv ist, stellt diese Vielfalt anhand von Beispielen aus seinem Archiv vor. Er präsentiert auch eigene Arbeiten sowie seine bisherigen Mail Art-Projekte, u.a. „one-minute-project“ und „Arbeitswelten“.

Samstag, 14. Februar 2015

art activities Kunstagentur - Huglfing


Die art activities Kunstagentur hat die Edition box_I herausgebracht. Sie besteht aus 20 signierten und nummerierten Arbeiten (+ 2 AP),  die in einer Schachtel zusammengefasst sind. Die besondere Qualität dieser Edition liegt in der Gegenüberstellung der künstlerischen Positionen, die thematisch ungebunden, nur auf das max. Format DIN A4 beschränkt sind. Ein einmaliger Querschnitt, der zugleich einen Einblick in das Schaffen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler  bietet:

Walter „Dadanaut“ Bachmann
Elke Grundmann
Christian Gürtler
Norbert Koczorski
Helmut Mair
Orbit & 7

Nähere Informationen unter :